New Luxury

Sonntag, 12. Juli 2020

New Time. Die 15 interessantesten Uhren des Jahres zeigen wir in Nahaufnahme. Foto Christian Hagemann

„I was thinking about a punk princess coming out of ‘Le Palace’ at dawn. With a taffeta dress, big hair, feathers and lots of jewellery. This collection is more inspired by Karl Lagerfeld than Gabrielle Chanel. Karl would go to ‘Le Palace’, he would accompany these very sophisticated and very dressed up women, who were very eccentric too.“

Virginie Viard, Creative Director Chanel about the Fall-Winter 2020/21 Haute Couture collection

Photographed and captured by Mikael Jansson. Models Adut Akech & Rianne Van Rompaey

„We are very happy to open our first store in Germany as this is where it all started for us. The link of the brand with this country is very strong, dating back to 1846 when German Heinrich LOEWE Roessberg travelled to Madrid, fell in love with Spanish craftmanship and leather know how, and decided to create a leather workshop in collaboration with Spanish artisans. Since then LOEWE has become a contemporary international fashion and leather goods brand with craft still today at the core of its values.“

Jonathan Anderson, Creative Director LOEWE

Maximilianstrasse in München

Strandlaken „Voile sur Galilée“ von Hermès. Design: Der zeitgenössische israelische Künster Guy Yanai. Gewebt in Deutschland und siebgedruckt in Frankreich.

01.07.20

Das Hermès Geschäft auf Sylt ist als Pop-up zunächst bis Ende September wieder geöffnet. Wär´doch sonst auch kein Kampener Sommer… Zur Uwe Düne 1, 25999 Kampen (Sylt)

„Ich denke, ob etwas oder jemand eine Ikone ist, stellt sich erst mit der Zeit heraus. Man kann in einem Moment keine Ikone sein. Das ist etwas vollkommen anderes als prominent oder berühmt zu sein, was man auch für eine gewisse Zeit sein kann. Man muss zurückschauen und eine bleibende Wirkung spüren können.“

 Claudia Schiffer, ICON Magazin

Hut ab! Auch Donatella Versace unterstützt die weltweite LGBTQ+ Gemeinschaft und hat eine kleine, limitierte Kollektion anlässlich des Pride Months entworfen.
Der Riesen-Shopper „Frakta“ von Ikea hat längst Kult-Status. Jetzt gibt es die Regenbogen Edition, ein Symbol, durch das die schwedische Marke ihr Engagement für Inklusion, Liebe zur Vielfalt und gegen jegliche Diskriminierung und Hass bekräftigt.
Loud, proud, bunt und mutig – mit der neuen Kollektion ‚In the name of love‘ feiert Superga diesen Sommer die Diversität und Lebensfreude.
Die Tasche „Pegaso“ von Etro. 20 Prozent des Verkaufserlöses spendet das italienische Familienunternehmen an Casa Arcobaleno, eine Unterkunft in Mailand für Menschen, die von ihren Familien aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder einer Geschlechtsumwandlung diskriminiert werden.
Flagge bekennt Modeschöpfer Jean Paul Gaultier schon seit Jahrzehnten. Seinen Klassiker „Le Male“ hüllt er deshalb in diesem Sommer in seine „Pride Colletors“  Edition. Gibt’s ab dem 15. Juli über Flaconi

Seiden-Carré „La Serpentine de Pierre Charpin“ von Hermès. Foto: Olaf Wipperfürth für ICON Oktober 2018. Styling: Silja Lange

Erkenntnis des Tages: Man mussten nicht immer aus dem Bett aufstehen, um einen Arbeitstag zu beginnen. David Hockney hat den Wechsel der Jahreszeiten und flüchtige Momente aus dem Fenster seines früheren Zuhauses in Yorkshire eingefangen, zuerst mit einem iPhone, dann mit einem iPad. Sein Fenster zur Welt. Hightech-Kunst, jetzt in einem Buch vom TASCHEN Verlag zusammengefasst: „Mein Fenster„. Sogar signiert. © David Hockney, 2019. „No. 104“, 2010, iPad.

#Staystrong

Wenn die Konzertsäle und Opernhäuser schon geschlossen sind, muss man sich eben neue Orte für Aufführungen suchen. Warum also nicht mal das Dach des Fendi Hauptquartiers in Roms? Der Palazzo della Civiltà Italiana, Architekturikone und seit 2015 Hauptquartier von Fendi, dient nun als Kulisse für eine Vivaldi-Aufführung. Der imposante Marmorblock, optisch von Arkaden aus 200 Rundbögen unterteilt, liegt im unter Benito Mussolini entworfenen Viertel EUR im Südwesten der italienischen Hauptstadt. Zur Sonnenwende,  zeigt das römische Modehaus in Kooperation mit dem Orchester der Accademia Nazionale di Santa Cecilia sowie der Violinistin Anna Tifu den, klar, „Sommer“ aus Antonio Vivaldis „Die vier Jahreszeiten“ . Das „Anima Mundi“ Event ist eine der vielen schönen Ideen, nach der Pandemie positive Erlebnisse durch Kunst, Mode und Musik zu teilen. Dass die italienische Star-Geigerin Anna Tifu Couture Looks von Fendi trägt? Eine Selbstverständlichkeit. Applaus ab 20. Juni unter fendi.com.

Familienbande

Schon immer war sie den Italienern heilig: la Famiglia. Je größer, desto besser. Das Zusammensein fehlte in den vergangenen Monaten sehr. Bei Tod’s feiert man nun genau dieses Gefühl mit der neuen Herbst/Winter- Werbekampagne. Magnum Fotograf Alex Majoli wird dafür junge Talente und Persönlichkeiten fotografieren, die internationale Tod‘s Familie ist ja groß.

 #Tod’s Together sei „ein besonderes Projekt, das in den letzten Monaten konzipiert wurde, um in Verbindung zu bleiben“, wie Unternehmenschef Diego Della Valle erklärte. Es ist die konsequente Fortsetzung seines Credos von „Italian Style“ und ein gutes Signal. Zum einen, dass weitergemacht wurde im Lockdown, alle Mitarbeiter waren im Februar bei voller Bezahlung ins Homeoffice geschickt worden. Und vor allem: Wo eine Werbekampagne ist, ist auch Zuversicht. Nur gemeinsam geht es aus der Krise.

Fotografin: Esther Haase; Styling: Silja Lange; Model: Emely Rahn c/o Model Management; Haare & Make-up: Gunnar Schendera; Digital Assitent: Marie Hübner; Fotoassistent: John Richter. Editor: Constantin Rieß

“I have for a long time thought that the fashion calendar needs to change. It’s exciting for me to see the open dialogue within the fashion community about the calendar—from Giorgio Armani to Gucci to YSL to major retailers around the globe—about ways in which we can slow down the process and improve the way we work.

We’ve all had time to reflect and analyze things, and I think many agree that it’s time for a new approach for a new era. We will now present and produce two collections per year. In this age with the speed of social media, showing the collection closer to when it will be delivered makes logical sense to me. The goal is to create a healthier pace. I feel that these changes are long overdue and will be a huge win-win, most importantly for the consumer.”

Michael Kors, the American fashion giant, about leaving the traditional fashion calendar

15/06/20

Matthew Williams is Givenchy’s New Designer. A voice note from the new Creative.

Instagram Givenchy

Ein feiner Mann für eine feine Marke

So bedauerlich es war, dass Clare Waight Keller ihren Vertrag bei Givenchy nicht verlängerte, so richtig ist die Verpflichtung von Matthew Williams. Er ist selbstbewusst ohne Arroganz, er ist kreativ, sein Blick geht nach vorn aber nicht in Wolkenschlösser.  Die Bodenhaftung ist wörtlich zu nehmen, Streetwear war sein Thema, seine Kooperationen mit Nike, Moncler, Mackintosh und Dior haben durchaus Kultstatus. Die Zusammenarbeit mit Kanye West und Lady Gaga sind sehr frühe Referenzen.

Geboren in Chicago, aufgewachsen auf einem Skateboard in Kalifornien ist der 34-Jährige vor fünf Jahren mit seiner Familie von New York nach Italien gezogen, hat in Ferrara mit 1017 ALYX 9sm  eine Art „kreativ-Hub“ für Handwerk gegründet, dazu gehört auch seine Marke  „Alyx“, die er erstmals in Paris 2018 präsentierte. Benannt nach seiner Tochter.

Vieles, über das die Mode jetzt diskutiert, lebt und entwickelt er dort bereits. Weniger Ware, innovative Stoffe und Produkte, begehrenswertes Design, das Miteinander von Technik und Menschen, nachhaltiges Leben und Arbeiten. Der Begriff „Subversiv“ hat bei ihm keine zerstörerische, sondern gestalterische Kraft. Wenn einer wie der Selfmade-Designer Williams jetzt eine Megamarke wie Givenchy übernimmt, dann darf man wieder gespannt sein.

Schwieriger als jetzt könnten die Zeiten kaum sein. Aber Williams hat bei Alexander McQueen gelernt. Und denkt viel. Man darf davon ausgehen, dass er weit mehr drauf hat als Berliner Techno Szene und Streetwear. Am 16. Juni tritt er seinen neuen Job beim alten Haute Couture Haus, das zum LVMH-Konzern gehört, an, im Oktober wird man sehen, was er meint, wenn er von Mode spricht, die auf „Modernität und Inklusion“ basiert.

Auf seinem Instagram Account postete er heute vor schwarzem, der Farbe der Solidarität, Hintergrund die Tonspur, mit der er die neue Position verkündete. „In these unprecedented times for the world, I want to send a message of hope, together with my community and colleagues, and intend to contribute towards positive change.”

Foto Paolo Roversi

2020 ist ein Jahr der Umbrüche und großen Veränderungen. Allerdings bieten sie eine Chance auf Reinigung und Besinnung auf wesentliche Werte. Es bricht nicht alles zusammen, sondern sortiert sich nur neu.

Astrologin Ute Flörchinger, ICON Dezember 2019

Hut ab 

Er sei „der beste Weg seine Persönlichkeit auszudrücken“, sagte Christian Dior einmal über das Accessoire, das der Designer ausnahmslos in jeder seiner Kollektion zwischen 1947 bis 1957 zeigte: den Hut. Eigentlich sollte im Frühjahr eine Ausstellung im Christian-Dior-Museum dem Lieblingsaccessoire huldigen, auch sie musste verschoben werden. Dafür erlaubt das Buch „Dior Hats: Von Christian Dior bis Stephen Jones“ (Rizzoli) nun einen Einblick in die Hutdesigns aller Dior-Designer der letzten Jahrzehnte wie etwa Yves Saint-Laurent, Marc Bohan, Gianfranco Ferré, John Galliano, Raf Simons bis hin zu Maria Grazia Chiuri. Kuratiert hat sie der britische Hutmacher Stephen Jones, der nicht nur in seinem eigenen Atelier exzentrische Kopfbedeckungen für Lady Gaga, Mick Jagger und Rihanna anfertigt, sondern seit 1996 auch für das französische Modehaus arbeitet. Chapeau!

© Bert Stern. „Dior Hats: From Christian Dior to Stephen Jones“,Rizzoli

INSTAGRAM INGA GRIESE

Stephen Jones is for sure the most fascinating milliner of our times. And a lovely man. He opened up his first store in London 1980 and his clients range stretches from Boy George to Princess Diana, from Mick Jagger to Lady Gaga. And he is responsible for very enchanting Dior hats. This picture was taken in the easy times during Haute Couture in Paris, when @mariagraziachiuri , the fab Creative Director of @dior was honered with the Legion d‘honeur in Paris. Now a new book takes us to the interesting world of hats at Dior during the last decades. Mr Jones is the curator. And I wonder if I should start wearing hats again. 😉 „Dior Hats:from Christian Dior to Stephen Jones“ @rizzolibooks #styleforever #oneworld @icon.magazin

https://www.instagram.com/inga_griese/

© Li Kai. „Dior Hats: From Christian Dior to Stephen Jones“, Rizzoli