ICON SCHENKEN

Wie heißt es so schön: Irgendwo und irgendwann ist immer Sommer. Könnte ein ICON Slogan sein. Schließlich sind die Sonnenseiten des Lebens unser Metier. Mit großer Freude haben wir in den vergangenen 15 Jahren viel Zuneigung erleben dürfen, und so dachten wir, dass es Zeit wird für „Community“ Produkte. Oder Familiensachen, wie wir es nennen. Deshalb gibt es jetzt T-Shirts der besonderen Art zu kaufen. Zu Weihnachten und überhaupt. Schlagen Sie gern in unserem Online-Shop by Phyne zu.

SIEHE, DIE FREUDE!

SAMSTAG & SONNTAG

Virgil Abloh on the Set of his FW21 Show. Quelle: Bastian Lerdon

Balenciagas Ballsaal

Das Tank Museum Shanghai wurde zu Chefdesigner Demna Gvasalias persönlichem Couture-Salon.  Er ist der erste Designer, der nach dem Ausscheiden von Cristobal Balenciaga im Jahr 1967, wieder eine Haute Couture-Kollektion präsentierte. Gvasalia ehrt – neben den modischen Referenzen auf den 19 Schaufensterpuppen – Balenciaga zudem mit der avantgardistischen Gestaltung des Museums. Die ehemaligen Kerosintanks des Flughafengebäudes verhüllte der Designer mit sandfarbenen Stoffbahnen, die in ihrer Drapierung an die Entwürfe des Großmeisters erinnern, und die Räume sind mit Repliken von Originalstücken aus dem Salon und Atelier von Cristobal Balenciaga aus den 1930er-Jahren ausgestattet.

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Zeit für Zauber

Gerade in der Vorweihnachtszeit darf man noch träumen. Und ohne Zweifel sind Dolce & Gabbana Experten auf diesem Gebiet. In ihrem diesjährigen Weihnachtskampagnenfilm tanzen sie als kleine Schaufensterpuppen selbst durch das Bild, um zum Geschenkekaufen zu animieren. Die beiden Designer wurden für den kleinen Trickfilm zuerst modelliert und in 3D gedruckt, mit Gelenken, die speziell für Mikro-Bewegungen gedacht sind, ausgestattet. Von Hand wurden dann ihre Gesichter und Accessoires fertiggestellt und bemalt. Und selbstverständlich wurden ihre Outfits in den Schneiderwerkstätten von Dolce & Gabbana nach Maß gefertigt. Noch Wünsche?

Visionär, Gamechanger, Rebell

 Virgil Abloh hat die Luxusmode des 21. Jahrhunderts neu definiert. Nun ist der Gründer und Designer des Labels Off-White und Kreativdirektor der Männermode von Louis Vuitton an Krebs gestorben. Die Nachricht wurde am Sonntag auf seinem Instagram-Profil geteilt. Abloh gilt als Pionier, der Streetwear mit High Fashion mixte und damit klassische Vorstellung von Luxus neu definierte. Vom Kampf gegen seine Krankheit, die 2019 diagnostiziert wurde, wusste die Öffentlichkeit nichts – der 41-Jährige reiste und arbeitete unermüdlich an kreativen Werken, die sich nicht nur auf Mode beschränkten.

 „Diese furchtbare Nachricht ist ein Schock für uns alle. Virgil war nicht nur ein genialer Designer und Visionär, er war ein Mann mit einer wunderschönen Seele und voller Weisheit“, erklärte der Vorsitzende und CEO von LVMH Bernard Arnault in einem Statement. Nun ist er wieder vorangegangen. Unvergessen. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie und Freunden. 

„I do fashion to tell a narrative.“ His stories will forever stay in our minds. 

AUF DER LICHTUNG

Wie tröstlich das scheinbar 100-mal Gesagte, auf Grußkarten gedruckte und in diesem Sinne gefühlt Inflationäre ist, zeigte sich, wenn man es aus dem Kontext nimmt. Es dorthin verpflanzt, wo man es nicht vermutet. Der Satz „I love you with all my heart“ als auch die Installation der koranischen Künstlerin Jung Lee erlangen in eisiger Umgebung wieder Strahlkraft. Ihre erste Einzelausstellung in Europa zeigt Fotografien der Serie „Aporia“ und nie gezeigte Arbeiten. Bis 5. März, Christophe Guye Galerie, Zürich

Gelb steht für Dynamik – wer sie sieht, der weiß, warum: Hublot „Big BangUnico Yellow Magic“ 42 mm, Automatik, Keramikgehäuse, 25.900 Euro
Ein bisschen Sunset Strip:
Rolex „Datejust 36“. Zifferblatt
mit Palmenmuster, Automatik,
am Oyster-Stahlband für 6550 Euro
Silber gab es lang nicht mehr, aber das spricht nicht dagegen, ein Gehäuse daraus zu fertigen: Tudor „Black Bay Fifty-Eight 925“, Textilband und Blatt in Taupe, Automatik, 4010 Euro
Mit dem Zauber von Schwarz kennt man sich aus: Chanel „J12 Phantom“. Band und Gehäuse aus Stahl und Keramik, Automatik, 7000 Euro

DAS GROSSE COVERSHOOTING DER UHRENAUSGABE

Fotos Armin Zogbaum

Unser UHREN Magazin

ICON Chefredakteurin Inga Griese und Dr. Philip Cassier

Aimee Gillingwater, Musikerin und Skaterin
Grace Ladoja, Cultural Curator
Oli Burslem, Musiker
Künstler Shaquille-Aaron Keith
Greta Bellamancine, Schriftstellerin und Schauspielerin
Danny Kasirye, Fotograf

DIE STILFRAGE

„Ich bewundere Individualität und Menschen, die sich so anziehen, dass es zu ihnen und ihrem Stil passt“, sagt die Musikerin und Skaterin Aimee Gilingwater. Sie ist eine von sechs Kreativen, die in einem neuen Editorial von Prada und Farfetch auftreten. Jeder von ihnen zeigt auf persönliche und ihnen eigene Art und Weise, wie sie die neue Prada FW-Kollektion 2021 stylen und tragen. Farben, Silhouetten und Accessoires werden so kombiniert, dass es ihnen am besten gefällt – und nicht irgendjemand anderem.

Cockpit-Instrument

Kooperationen von Auto- und Uhrenmarken gibt es viele. Bei Porsche und Porsche Design geht man sicher, dass Zeitmesser wie Sportwagen denselben Ingenieurs- und Gestaltergeist atmen. Zum Markteintritt des 718 Cayman GT4 RS erscheint der namensgleiche und auch sonst in jeder Hinsicht passende Chronograph, mit Flyback-Funktion, als Chronometer zertifiziert – und nur von Käufern des Wagens zu erwerben. Die können dann ihre Uhr im Online-Konfigurator noch detaillierter an Wagen- und Lederfarbe ihres GT4 RS anpassen. Bestellt wird der individuelle Chrono aber, wie das Auto, im Porsche-Zentrum.

Behind the Scenes with Ruby O. Fee 

Fotografinnen: Nada Lottermann und Vanessa Fuentes

Styling: Jana Krentzlin

Model: Ruby O. Fee

Haare & Make-up: Taii Tina Schmoll

Foto-Assistenz: Josefa Gläser

Styling-Assistenz: Carlota Gimeno

Location: Soho House

Fotografinnen: Nada Lottermann und Vanessa Fuentes

Styling: Jana Krentzlin

Model: Ruby O. Fee

Haare & Make-up: Taii Tina Schmoll

Foto-Assistenz: Josefa Gläser

Styling-Assistenz: Carlota Gimeno

Location: Soho House

15.11.21

Nicht mal eine Woche nach dem überraschenden und plötzlichen Abgang von Daniel Lee hat das Modelabel Bottega Veneta schon dessen Nachfolger bestimmt: Matthieu Blazy, der bisher als Design Director für die Ready-to-Wear-Kollektionen des Labels gearbeitet hat, wird ab sofort den Job des Kreativdirektors übernehmen.

Mit dieser Entwicklung hatte die Branche bereits gerechnet: Schließlich dürften sich Bottega Veneta und Daniel Lee nicht wegen enttäuschender Verkaufszahlen getrennt haben, sondern, so wird vermutet, wegen persönlicher Unstimmigkeiten im Unternehmen. Blazy, davon kann man ausgehen, wird keinen Strategiewechsel einleiten, sondern Lees erfolgreiche Vision für Bottega Veneta fortführen.

Sein Lebenslauf weist darauf hin, dass er dafür mehr als qualifiziert ist: Der belgisch-französische Designer absolvierte seine Ausbildung an der Modeschule La Cambre in Brüssel, begann seine Karriere als Männermodedesigner im Label von Raf Simons, wechselte später zu Maison Margiela, und anschließend zu Celine (wo auch Daniel Lee gearbeitet hat) und Calvin Klein, als es von Raf Simons geführt wurde. 2020 übernahm er die Position des Designdirektors bei Bottega Veneta. Leo Rongone, CEO des Labels, bezeichnete Blazy in einer Pressemitteilung als „außergewöhnliches Talent“. „Ich bin zuversichtlich, dass seine Erfahrung und sein vielseitiger kultureller Hintergrund seine Kreativität auf eine Art und Weise geprägt haben, die es ihm erlaubt, das Erbe von Bottega Veneta in die Zukunft zu tragen.“ Blazys erste Kollektion für das Label wird im Februar 2022 vorgestellt.

Matthieu Blazy