Ein gesundes und glückliches neues Jahr!

Pierre Cardin

„Es braucht jetzt eine Explosion aus Licht und Freude“, sagt Chila Kumari Singh Burman über die Neon-Installation, die sie der Fassade der Tate Gallery in London verpasst hat. Hindu-Gottheiten, indische Symbole und den Eiswagen ihres Vaters hat die englische Künstlerin zu einer Multikulti-Collage komponiert, die jedem Weihnachtsbaum den Rang abläuft. Auf der Brust der ehrwürdigen Britannia auf dem Giebel prangt „I’m a mess“. Das sind wir (und unsere Homeoffices) ja gerade alle. Lass es leuchten, sagt die Kunst.

Ohrstecker „C de Cartier“ aus Roségold mit Akoya-Perlen: Cartier. Ohrring „Moonlight“ aus Messing mit Süßwasserperle und Kristallen: Givenchy. Perlen- und Malachit-Armreif „Jackie“: Sylvia Toledano über Matchesfashion.com. Kette „Magic“, Anhänger aus Weißgold, Süßwasserperlen und Diamanten: Georg Jensen
Ohrstecker aus Gelbgold, Brillanten und Perlen: Ole Lynggard. Armband aus Metall mit Süßwasserperle: Sylvia Toledano über Matchesfashion.com
Ring „Two in One“ mit Diamanten: Delfina Delettrez. Ohrring „The Curator of the Moon“: Alighieri. Ohrclips mit Tahiti-Zuchtperlen, Spinellen und Diamanten: Chopard. Ring „Be Touched“ mit Akoya-Perle: Lia di Gregorio
Ring „Precious Pearl“ aus Platin, einer Tahiti-Zuchtperle und Diamanten: Rona Tilgner. Collier „Spotlight“ aus Weißgold, 130 Brillanten, 53 Akoya-Zuchtperlen: Wempe Statements. Goldener Ohrhänger mit Tahiti-Zuchtperlen: Jonathan Johnson
Armband „Perlglück“ aus Gelbgold: Wellendorf. Ring „Wave“ aus Weißgold, schwarz rhodiniert mit Ming-Zuchtperle, 65 grauen und 5 pinken Brillanten: Gellner
Oben rechts: Armband „Tahitiperlen“ aus Roségold sowie Goldkette mit Diamanten: Tamara Comolli. Ring „Modern Classics“ aus Roségold mit brauner Tahiti-Zuchtperle und braunen Brillanten sowie Ring mit braunen Brillanten: Gellner. Haarpin aus Sterling-Silber mit Süßwasserperle: Nadia Shelbaya über Matchesfashion.com

Gut verlegt, ist halb gefunden

Perlen senden Signale: Die lasziv um den Hals geschlungenen, langen Stränge, wie sie einst Coco Chanel vor hundert Jahren als modisches Accessoires erfand, ein anderes als die soldatisch aneinandergereihten Perlen im perfekten, knappen Rund, die über einem hochgeschlossenen Kaschmir-Twinset auf dem Dekolleté der Trägerin aufliegen. Das Twinset-Perlenkettchen-Milieu ist so unsterblich wie Coco Chanels Kreationen: Jede nach ihrer Fasson! Doch gerade als man dachte, die Terrains seien abgesteckt und alles doch irgendwie schon einmal da gewesen, kommt die Perle aus ihrer Ecke gekugelt. Sie ist das perfekte Medium, um das spannende Feld zwischen uncool und cool auszuloten. In ihrer kostbarsten Variante ist die Perle ein zufälliges Naturprodukt, ein glücklicher Störfall gewissermaßen. Sie entsteht, wenn ein Fremdkörper in eine Muschel oder Schnecke gelangt und von Perlmutt ummantelt wird. Dieser Prozess wird bei Zuchtperlen gezielt ausgelöst und liefert im besten Ergebnis genau den diffusen Schimmer, der sie von jeher so verführerisch macht. Wenn sie aus ihrer Schale schlüpft, ist sie bereits ein perfektes Schmuckstück. Dazu ein Schuss Exotik: Südsee- und Tahitiperlen schillern schwarzbläulich… oder doch silbrig? Der Versuch, dem Glanz der Perle auf den Grund zu gehen, ist wie zu tief ins Glas schauen. Es wird einem schwummerig. „Eine Frau braucht reihenweise Perlen“, soll Coco Chanel gesagt haben. Mag sein, aber wenn der Mut oder die Finanzen das nicht hergeben, reicht auch eine einzige. Alle Schönheit liegt in ihr.

Fotografin: Caroline Fayette
Styling & Set Design: Cathrin Sonntag
Produktion: Michaela Stout

BOTTEGA VENETA fotografiert von Tyrone Lebon

Preview: Die neue Salon 01-Kollektion von Bottega Veneta wird am Montag, den 14.12. um 13 Uhr in London gezeigt

Das Hermès Schaufenster gestaltet von dem Künstler Felix Schmidt im Berliner KaDeWe derzeit

Die Jungfrau hat die Hoffnung auf ein Wunder von oben aufgegeben und sich stattdessen in New York der Mode gewidmet. Man trägt Valentino Couture. Die Neuinterpretation des Simon-Bening-Gemäldes „Jungfrau und Kind“ entstammt der Fantasie des Fotografen und Grafikkünstlers Edwin Antonio im Bildband „Runway Dreams“. Die passende musikalische Begleitung liefert das gleichnamige Musikalbum. (T&G Publishing)

In großer Runde

 Ein Familienfest so wie es sein soll. Alle Generationen sind vertreten, Großmütter und Großväter, Töchter und Enkel, Freunde und Freunde von Freunden. Auf den Social Media-Plattformen von Dolce & Gabbana wird diese Idealvorstellung eines Zusammenkommens während eines Festtages gerade Realität. Für die Präsentation seiner neuen Alta Moda-, Alta Sartoria- und Alta Gioielleria-Kollektionen hat das Label drei verschiedene Videos gedreht, die nach und nach auf Instagram veröffentlicht werden.

In „A Family Affair“ treffen sich Frauen und Männer aller Altersgruppen im opulenten Palazzo Dolce & Gabbana in Mailand, tanzen, tratschen und lachen, gekleidet in den kostbarsten Entwürfen, die das Haus zu bieten hat. Das Zusammentreffen unterschiedlicher Generationen spiegelt sich auch in den Entwürfen wider: Jeder Charakter interpretiert die Looks auf seine Weise, klassische Eleganz trifft auf Streetwear-Elemente. Was alle Looks gemein haben: Sie versprühen Lust am Leben. Und am Feiern.

Dior Men’s Fall 21 show by Mister Kim Jones. Hypercoloured, hyperreal and in collaboration with artist Kenny Scharf.

Es begibt sich

Und siehe, des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn leuchtete um sie, und sie fürchteten sich sehr. Und der Engel sprach zu ihnen: Fürchtet euch nicht. Siehe, ich verkündige euch große Freude, die allem Volk widerfahren wird.“ Solange ich denken kann, ist Weihnachten mit der Geschichte aus dem Lukas-Evangelium verbunden, in der Kirche, und noch mal vor der Bescherung vorgetragen. Sie ist quasi der Tannenbaum meines Glaubens. Mit echten Kerzen. Wenn ich sie höre, dann zieht Frieden ein. Auch weil es die Zeit dafür ist. So wird es auch in diesem Jahr sein, und auch wenn wir uns Heiligabend nicht alle Mann in die kleine Friesenkapelle quetschen dürfen. Vieles ist anders. Auch die Weihnachtsgeschichte auf unserem Cover. Wir baten Florentine Joop, dafür ihre Fantasie zu füttern mit den Themen, die uns auch nach der Pandemie beschäftigen werden. Wie wollen wir leben, mit wem? Was machen wir mit unserer Umwelt, unserer Mitwelt, was mit der Magie, der Kreativität, der Toleranz und den Augenblicken? Entstanden ist ein starkes, skurriles Bethlehem-Wimmelbild. Ich mag es sehr, schon weil der Grundton so liebevoll ist. Meine Lieblingsstelle der Weihnachtsgeschichte ist: „Maria aber behielt alle diese Worte und bewegte sie in ihrem Herzen.“ Es gibt vieles in meinem Herzen, wofür ich außerordentlich dankbar bin. Bei allem, was auch mal ist. Daran will ich auch zum Ende dieses merkwürdigen Jahres festhalten. Weiterhin vertrauensvoll sein. Und Ihnen, unseren Freunden, danken. Möge mindestens ein Engel mit Ihnen sein! Ihre Inga Griese

ICON Dezember 2020. Video Barbara Krämer

Die alljährliche Métiers-d’Art-Kollektion von Chanel, die wohl emotionalste aller Defilees des Hauses. Seit 2002 ehrt die Marke mit diesem Event für die „Prefall“-Saison die Ateliers, die das Herz des Unternehmens ausmachen. Darunter sind Plisseure, Federkünstler, Schuhmacher, Schneidermeister, Blütenbinder, Goldschmiede, Hutmacher und Perlensticker. Spezialisierte Ateliers, die ihr Wissen über Generationen gepflegt und vererbt haben und ohne die die Haute Couture wohl niedergehen würde, zählen mittlerweile zur Paraffection-Gruppe, eine Tochtergesellschaft von Chanel. Paraffection bedeutet übrigens „Zuneigung“. Diesmal leider ohne Zuschauer, dafür fotografiert und gefilmt von Juergen Teller.

Juergen Teller für Chanel