Kimono-Cape aus Organza mit Federn sowie Chiffon-Overall mit Federn und Steinen bestickt: beides von Valentino Couture. High-Heels: Aquazzura
Bustier-Glockenkleid aus grünem Seidentwill und Opernhandschuhe: beides von Balenciaga Couture.
3-D-Lebensbaum-Kleid von Hand bestickt auf Tüll mit „Zari“-Fäden, Pailletten, Perlen und Metallschnüren von Rahul Mishra

Leonie Hanne fotografiert von Esther Haase

Wir wünschen Ihnen von Herzen glückliche, friedliche Stunden, Gesundheit und viel Zuversicht.

Ab auf die Piste!

Mit Rückblick auf den vergangenen Ski-Urlaub gelten die schillerndsten Erinnerungen womöglich eher dem Après-Ski als der letzten Abfahrt. Auch die Gucci Après Ski Kollektion fokussiert sich lieber auf die begleitenden Looks zum Sport. Mit viel 70er-Jahre-Flair bleibt sie der typisch bunten Gucci-Ästhetik treu und erlaubt außerdem einen Blick auf die neuen Stücke aus der Zusammenarbeit mit Adidas. Wo geht’s zur schwarzen Piste?

Art Director: Christopher Simmonds

Photographer: Mark Peckmezian

Director: Akinola Davies Jr

Make up: Daniel Sallstrom

Hair: Shiori Takahashi

Ganz große Nummer

Chanel feiert seine Parfums mit einem immersiven Superspektakel: „Le Grand Numéro“ ist ein Instagram-Wunderland, das jedem Gast die ganz große Bühne bietet. Was für ein Fest.

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All I want for Christmas …

Wenn dieser Song erklingt, dann ist Weihnachten nicht weit. Das gilt erst recht in New York, wo Mariah Carey als Überraschungsgast auf einer Party des Champagnerhauses Moët & Chandon auftrat und dabei auch ihren festlichen Klassiker zum Besten gab. Der Anlass: Die Vorstellung einer kinetischen Skulptur auf dem Platz vor der Metropolitan Opera, gestaltet von der Set-Designerin Es Devlin, die auch schon mit Beyoncé und Louis Vuitton zusammengearbeitet hat. Noch heller als die planetenähnliche Struktur strahlte nur Carey auf der Bühne – auch dank eines glitzernden Trinkbechers, mit dem sich die Sängerin zwischendurch eine Erfrischung gönnte.

Perlt! Mini-Bag „Holli Green“ von Rosantica
Frühlingsvorbote: Vase von ladoublej.com
Wechselwähler: Neue Armbänder für die Apple Watch von Hermès
Für Golden Girls: Sneaker von Chanel
Kissen oder Tasche? Je nachdem. Von Louis Vuitton
Für Rennfahrer: „Sports Car Club“ von Penhaligon’s
Coffee to go – im Wortsinn: Becher und Halterung von KPM
Hoch hinaus: Heels von Swarovski x Aquazzura
Glanzhülle: Dries Van Noten Brokatmantel (mytheresa.com)
Wuff: „Genius“-Hundeweste von Moncler über mytheresa.com
Mit Schuss! Briefbeschwerer von Montblanc
Fußheizung: Stiefel von Alanui x Moonboot
Weihnachten liegt in der Luft: „Gabriel“ von Cire Trudon
Schmückt die Trägerin: Ohrhänger von Dior
Mehr als nur ein Fön! Haartrockner „Supersonic“ von Dyson
Très Ski: „Metallic Talia Pant“ von Perfect Moment
Let‘s sparkle: Sonnenbrille „Millenia“ von Swarovski
Auspacken: „Bow Sandal“ mit Riesenschleife von Loewe
Kunst! Die Tischtennisplatte klappt als Kunstwerk an der Wand. Von theartofpingpong.co.uk
Heimarbeit: mit dem PO-80 Record Factory lassen sich eigene Schallplatten herstellen. Von teenage.engineering

Christmas Countdown 

Wenn die Vorfreude wächst, die Abende besinnlicher und die funkelnden Lichter einen Zauber über das Land legen, dann steht gewiss bald Weihnachten vor der Tür. Wir haben Geschenke herausgesucht, die garantiert für Freude unterm Weihnachtsbaum sorgen. Pia Wäger

DIE NEUE AUSGABE

GLAMOUR ON

A film by Esther Haase
Production & Music Nhb Studios

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Daniel Arkham’s The Ares House im Metaverse
Bottega Venetas Como Stai? Set-Up von Gaetano Pesce
Louis Vuitton Lounge mit den Wachsfiguren von Yayoi Kusama

Für Paradiesvögel 

Wer in Florida der Realität entfliehen will, den zieht es nach Disney. Kunstliebhaber und Designverrückte bevorzugen bis zum 03. Dezember die Messen Art Basel Miami Beach und Design Miami. Worauf wir uns freuen: Bei Bottega Veneta lässt man Altbewährtes aufleben: Die von Gaetano Pesce entworfene Kulisse aus 400 bunten Kunstharzstühlen der SS23 Show wurde noch einmal aufgebaut und durch ein Buch vervollständigt.

Auch in der Louis Vuitton Lounge inspiriert Vergangenes die Zukunft: Zwei Wachsfiguren von Yayoi Kusama sind das Highlight der Ausstellung, um die 10-jährige Zusammenarbeit und die neuste Kollektion mit der Künstlerin zu feiern. In guter Erinnerung bleiben dürfte auch die Ausstellung „Virgil Abloh. The Codes c/o Architecture“: Gelauncht wird der Off-White X Nike Terra Forma, der erste komplett von Abloh designte Sneaker neben weiteren Schuhen aus der Zusammenarbeit. Richtung Zukunft richtet sich dagegen der Blick von Daniel Arsham. Er baute im Metaverse eine, an die griechische Mythologie erinnernde Immobilie, die als 3D-Design erstmals in der realen Welt gezeigt wird. Stay tuned für mehr live aus Miami. Kim Hofmann

Postmodernes Design ist, so sagt man, flatterhaft und unbeständig. Nicht so im Fall der Möbelmarke Gufram. Die macht seit den späten Sechzigern das, was sie am besten kann, nämlich Knallbuntes! Gufram hat Designgeschichte geschrieben, die Originalteile oft großer Designer, wie der überdimensionierte Kaktus, erzielen hohe Sammlerpreise. Form follows Fun. Die Heimat des radikalen Möbeldesigns ist das Italien der späten Sechzigerjahre, stark beeinflusst von der Italo-Diskokultur. Guframs schreiend-schöne Möbel waren von Anfang an vertreten in den Epizentren der Popkultur. Nun lud Kreativdirektor Charly Vezza für eine kleine Edition den Künstler und Designer A$AP Rocky ein: „Shroom CACTUS®“ Guframs Stil ist und bleibt eben Pop. Live auf der Design Miami/ zu sehen.

Ich sehe was, was… 

„Wo soll das noch hinführen?“, ist eine Frage, die man beim koreanischen Outdoor-Möbel-Unternehmen Helinox schon lange nicht mehr stellt. Vielmehr ist man schon vorausgeeilt, sieht die Verschmelzung aus Funktionalität und Design als selbstverständlich und thematisiert bei der aktuellen Zusammenarbeit mit Off-White lieber, wo das Outfit aufhört und das Möbelstück anfängt. Bereits 2020 begann die Kollaboration mit dem inzwischen verstorbenen Off-White-Gründer Virgil Abloh. Inspiriert von der menschlichen Evolution und dem Feigenblatt aus der Geschichte Adam und Evas, entstand die Equipment-Kollektion mit Bomberjacke, Hose, faltbarem Stuhl und Tisch. Gerade Schnitte und eine Farbauswahl von Schwarz und Weiß erzeugen Härte, die von der Silhouette sanfter Feigenblätter wieder aufgebrochen wird. Wie ein Camouflage-Muster lassen die applizierten Blätter Personen, Mode und Möbel miteinander verschwimmen. Ab sofort online und in den Off-White Stores.

Lang lebe die Tradition 

Wer die Mode zu lesen weiß, erkennt die Geschichten dahinter. Im Falle des amerikanischen Denim-Labels Levi’s ist es eine lange und erfolgreiche. Gemeinsam mit der israelisch-palästinensischen Modemarke Adish, die sich für die Aufrechterhaltung traditioneller Handwerkskunst einsetzt, kommt nun ein weiteres Kapitel dazu. Gemeinsam entwickelte man eine Unisex-Capsule-Kollektion aus Restbeständen der legendären 501-Jeans und Chore-Jacken. Mittels Upcycling veredeln Kunsthandwerkerinnen im besetzten Israel und Palästina die Stücke. Feine Ornamente wie Weinreben oder Zypressen werden mit einer Beduinen-Technik und sogenannter Tatreez-Stickerei auf die Kleidung gesetzt. Seit Generationen ist dieses Handwerk ausschließlich Frauensache und wird als Symbol der weiblichen Stärke weitergegeben. So wird jedes Teil zum Unikat, das seine eigene Geschichte erzählt. Pia Wäger

Kunde? König! 

Klar, Online-Shopping auf dem heimischen Sofa ist auf dem Vormarsch, und doch stöbern viele noch immer gern in der Realität, belegen nicht nur Studien, sondern auch die beliebten Pop-up-Store-Konzepte der Modebranche. Von nostalgischer Schwimmbad-Atmosphäre bei Jacquemus bis zur künstlerischen Shop-Ausstellung von Louis Vuitton war quasi schon alles dabei – außer etwas Dauerhaftes.

Bei Valentino setzt man genau hier an und verkündete jüngst, die weltweite Umgestaltung aller Stores. Im Fokus? Die Kunden! Inspiriert von italienischer Gastfreundschaft, sollen die sich in gemütlicher Atmosphäre nicht nur wie zu Hause fühlen, sondern künftig auch private Einkaufstermine buchen können. Mit einem zurückhaltenden, gleichwohl durchdachtem, Design halten sich die neuen Concept-Stores an die Ästhetik der Marke. Lokalkolorit geben kleine Referenzen auf den jeweiligen Standort. Benvenuti a casa! Kim Hofmann

Ah, Alaska!

Schneeweiß und hellrot, wirklich schrill. Unter allen Farb-Varianten der viel diskutierten Moonswatch ist die „Mission Mars“ die poppigste, dem sachlich-geraden Schwarzweiß von Omegas Moonwatch am wenigsten ähnliche. – Und befreit damit den Träger am zuverlässigsten von jedem Verdacht, sich lediglich das Original nicht leisten zu können. Dabei ist sie gar keine Travestie, sondern besonders authentisch: Mit den knallroten, raketenförmigen Zeigern vor weißem Zifferblatt zitiert sie das „Alaska Project“, Omegas gezielt für den Einsatz im All entwickelte Speedmaster von 1969. Deren Prototypen und eine Re-Edition von 2008 trugen dazu einen wuchtigen, roten Thermalschild. Den hat die „Mission to Mars“ nicht, erinnert aber mit der Farbe ihres Keramikgehäuses daran. Und: Während die historischen „Alaskas“ heute wirklich astronomische Preise erzielen, kostet das quarzgetriebene Zitat 260 Euro. Jan Lehmhaus

Black-Out Friday 

Shop till you drop! – Das Motto des aus den USA zu uns herüber geschwappten Back Friday ist klar definiert. Um ein Zeichen gegen diesen hemmungslosen Konsum zu setzen, startet die Berliner Brillenmanufaktur Mykita ein Gegenkonzept: Am 25. November gibt es hier keine Rabattaktionen, sondern einen geschlossenen Onlineshop und Werbung für die Mycare-Initiative. Alle Kunden sind eingeladen, die ganzjährig kostenlosen Pflegeservices in den Stores in Anspruch zu nehmen. Die Brillen aus recyceltem Acetat bleiben so länger schön und in Form. Am nachhaltigsten ist schließlich, das zu pflegen, was man bereits hat.

 

Der Hamburger Mykita Store

You are wanted! 

Nachhaltigkeit zählt bis heute zu den wichtigsten Maßstäben eines guten Modedesigns – in optischer wie ökologischer Hinsicht. Eine Gratwanderung, die vor allem für junge Talente eine Herausforderung darstellt. Daher unterstützt der Fashion Council Germany mit dem Förderprojekt Fashion X Craft nun zum zweiten Mal sechs deutsche Nachwuchsdesigner. Gemeinsam mit der Swarovski Foundation und der The Prince Foundation soll in Workshops, Webinaren und einer Reise nach England der Fokus auf traditionell handwerkliche Produktionsverfahren und den Umgang mit nachhaltigen Ressourcen gelegt werden. Die Zukunft liegt in den Händen der nächsten Modegeneration. Noch bis zum 27. November online bewerben!

OH DEAR!

Wer sich eines Tages auch ohne Worte versteht, kann sich getrost dem stillen Resümee der vergangenen 30 Ehejahre widmen. Fotograf Martin Parr spielte Mäuschen und nahm die Szenerie unter dem Titel „New Brighton, Merseyside 1983–85“ auf. Das Foto ist nun in der Ausstellung „Facing Britain“ zu sehen, in der Kurator Ralph Goertz einen liebevoll ironischen Blick auf die Entwicklung Großbritanniens wirft. Bitte nicht lang schnacken, sie endet am Wochenende. Fotogalerie GAF, Hannover