In the mood for Pop

Mit seiner neuen Kollektion für Emporio Armani blickt Giorgio Armani auf den eklektischen Stil der 80er-Jahre zurück – und modernisiert den Look einer Dekade, die er selbst maßgeblich mitgeprägt hat.  

„Reisen ist von großer Bedeutung, die Schönheit eines Parfums hängt auch von der Qualität seiner Rohstoffe ab. Damit will ich nicht die Bedeutung der Inspiration schmälern, die tatsächlich von meinen Reisen genährt wird, aber die Rohstoffe sind von grundlegender Bedeutung.“

Dior-Hausparfümeur François Demachy wurde für den Dokumentarfilm „The Nose“ zwei Jahre lang von einem Kamerateam bei seiner Arbeit begleitet. Zu den Patschoulifeldern in Indonesien bis nach Grasse in sein Atelier. Als Video-on-Demand auf Apple TV und Amazon Prime Video zu sehen.

Fokus auf Fendi

Kim Jones‘ Debüt als Fendi-Chefdesigner während der Haute Couture-Schauen im Januar war alles andere als zurückhaltend: atemberaubende Kulisse, Superstar-Models wie Demi Moore und Kate Moss, aufwendige Kleider, inspiriert von einem Potpourri aus literarischen wie historischen Referenzen. Die Show erntete viel (verdienten) Applaus, doch für seine erste Ready-to-Wear-Kollektion für das Haus möchte man Jones fast noch mehr gratulieren.

Anstatt sich in einem Theater aus filmischen Spezialeffekten und VIP-Namen zu verlieren, dass sich eine Marke wie Fendi natürlich leisten kann, konzentrierte er sich auf die Kleider. „Echte Kleider“, wie er in einem Interview mit „Women`s Wear Daily“ erzählt, die Frauen tragen und kaufen wollen. Frauen wie Jones‘ Freundinnen, mit denen er sich in Vorbereitung auf seine Arbeit für Fendi häufig austauschte. So ziemlich alles, was er nun unter dem Fendi-Namen anbietet, werden diese haben wollen. Die Camel-Mäntel, die wehenden Satinkleider, die Ensembles aus bauchfreien Tops und engen Pencil Skirts, die Gliederketten mit FF-Logo. Alles ist tragbar, nichts ist austauschbar. Mit Respekt und Feingefühl hat Jones, den man eigentlich als Streetwear- und Männer-Experten kennt, die sehr elegante und feminine Fendi-Welt für die moderne, Lockdown-müde Luxuskundin aufgefrischt. Die kann es kaum erwarten, in hohen Stiefeln und Wildleder-Trench ein Restaurant zu betreten. Im Herbst, wenn Jones‘ neue  Kollektion im Handel erscheint, werden ihr diese Bühnen des Lebens hoffentlich wieder offen stehen. Silvia Ihring 

Max Mara Herbst/Winter 2021

Missoni 2021

In Zusammenarbeit mit dem Regisseur Lorenzo Gironi präsentiert Missoni die Kollektionen eines ganzen Jahres, vom Frühling bis zum Winter, mit einem Musikvideo: Ein sorgloser Tag einer Gruppe junger Frauen Ende 2021. Es ist eine Feier der Rückkehr zu einem normalen sozialen Leben in einer Welt, in der alle etablierten Regeln in Frage gestellt werden.

„Blau ist meine Lieblingsfarbe, weil sie für mich Freiheit repräsentiert. Wenn ich am Meer bin, fühle ich mich frei. Wenn ich von den Elementen der Natur und einem klaren blauen Himmel umgeben bin, fühle ich mich wirklich glücklich und alles, was in der Welt falsch ist, verschwindet. Die Welt wird blau.“

Inspiration genug für Donatella Versace für ihre knallig-leuchtenden „La Medusa“-Handtaschenlinie den perfekten Blauton zu kreieren. Die Medusa steht übrigens in der antiken Kunst für eine unerschrockene, starke Frau. Kein Wunder also, das es ebenso das Markenzeichen des Hauses ist.

Versace

In der Betten-Bonboniere 

Der allerschönste Zuckerschock kommt gerade von der dänischen Marke Magniberg, die für ihre neue Bettwäschen-Kollektion „Candy Shop“ 16 sehr frische Pastellfarben zum Selbst zusammenstellen herausgebracht hat. Kissen, Laken und Deckenbezüge in Happy Pink über Baby Blue bis Lemonade können kombiniert werden, als wäre das Bett eine Bonboniere. Oder eine Eisdiele:  Am Tresen stehen und die Sorten wählen für das erste echte Eis des Jahres – der Moment ist unbezahlbar. Wer da nicht süß träumt, ist nicht zu retten….

 

 

fashion photographer Hedvig Jenning and stylist Martina Almquis

Der erste „Fashion-Moment“ der New Yorker Fashion Week: Ella Emhoff, New Yorker Künstlerin und Stieftochter von Vizepräsidentin Kamala Harris, gab gestern ihr Laufsteg-Debüt bei der virtuellen Proenza Schouler Show. Emhoff, die ihre eigene Strickwarenlinie hat, hätte sich keine coolere New Yorker Marke als Partner für ihren ersten Auftritt aussuchen können. Es wird auch nicht ihr letzter sein: Die 21-Jährige hat Anfang des Jahres bei der Modelagentur IMG Models unterschrieben.

 

Foto Daniel Shea

 

Foto Andreas Mühe. Anna trägt Kleid, Bluse und Armband von Hermès, Robert in einem Mantel von Dior Men.

Foto Andreas Mühe. Anzug und Netzshirt: Dries Van Noten

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Perspektiv

Wechsel

ICON Sonntag

Zum Auftakt unseres ICON-Jahres, in dessen Verlauf wir tatsächlich schon 15. Geburtstag feiern können – Sie merken, wir bleiben bei der Strategie, nach dem Licht am Ende des Tunnels zu schauen –, haben wir uns für das Stichwort Perspektivwechsel entschieden. Schon aus lauter Hoffnung, aber auch, weil es einfach angebracht ist, Positionen zu überdenken. Es ist uns also eine große Freude, dass Andreas Mühe mit seinem anderen Blick das bemerkenswerte Sportler-Ehepaar Robert und Anna Lewandowski für uns fotografiert hat. Der ungeahnte Zauber eines grauen Münchner Vormittags. Unsere Geschichten erzählen von guten Ideen, von anderen Sicht- und Sehweisen. Und da oben schaut Sie Cara Delevingne an, Model-Kobold, Hollywoodschauspielerin. Sie gehörte zur charismatischen Freundesriege von Demi Moore bis Kate Moss und den Fendi-Frauen, die der Dior-Männerdesigner Kim Jones als Models für seine erste Fendi-Kollektion Mitte Januar in ein gläsernes Labyrinth in Paris bat. Von Diversität muss man dem Briten ohnehin nichts erzählen – und seine Entwürfe drehten sich um die Bloomsbury Group, jene freie, auf Konventionen pfeifende Künstlerclique rund um Virginia Woolf. Genau das ist es: Wir wollen pfeifen, aber bestimmt nicht im Walde. Ihre Inga Griese

Michele De Lucchi trifft Harry Potter

Ach, die Italiener! Setzen in jeder Lebenslage auf exzellente Gestaltung, und gehen selbstbewusst die schönsten kreativen Bündnisse ein! Neuestes Beispiel: Buchbestseller trifft Designstar: Für die aktuelle  italienische Ausgabe von „Harry Potter“ (Salani Editore) entwarf Architekt und Designer Michele De Lucchi mit seinem Büro AMDL Circle, eigens Fantasiebauten, die als Holzmodelle jetzt die Buchcover zieren. Solche Miniaturarchitekturen sind, wie sein experimenteller Umgang mit Holz, ein Markenzeichen des bekannten Gestalters geworden. Für die Cover des Zauberer-Epos bildete er natürlich nicht eins zu eins Hogwarts, Winkelgasse oder das Zaubereiministerium ab, sondern schuf eher architektonische Archetypen, die die Vorstellung umso mehr anregen: Jeder eine Gedanken-Skulptur – wie die Romane selbst.

Another reason to be optimistic for a better future in fashion. For the first time since the death of its founder in 2017 the Maison of Azzedine Alaïa has announced the appointment of a new Creative Director:

Pieter Mulier

He has worked for years as Raf Simons right hand, first at his own brand, then at Jil Sander as well as at Dior and Calvin Klein, where he worked mostly behind the scenes but always in a crucial role. Now he steps into the spotlight at one of the most unique fashion houses of the industry. His first collection will be SS 2022. 

Fashion Freiheit Disco

ICON talks mit Inga Griese, Wolfgang Joop und Neil Heinisch