In der Betten-Bonboniere 

Der allerschönste Zuckerschock kommt gerade von der dänischen Marke Magniberg, die für ihre neue Bettwäschen-Kollektion „Candy Shop“ 16 sehr frische Pastellfarben zum Selbst zusammenstellen herausgebracht hat. Kissen, Laken und Deckenbezüge in Happy Pink über Baby Blue bis Lemonade können kombiniert werden, als wäre das Bett eine Bonboniere. Oder eine Eisdiele:  Am Tresen stehen und die Sorten wählen für das erste echte Eis des Jahres – der Moment ist unbezahlbar. Wer da nicht süß träumt, ist nicht zu retten….

 

 

fashion photographer Hedvig Jenning and stylist Martina Almquis

Der erste „Fashion-Moment“ der New Yorker Fashion Week: Ella Emhoff, New Yorker Künstlerin und Stieftochter von Vizepräsidentin Kamala Harris, gab gestern ihr Laufsteg-Debüt bei der virtuellen Proenza Schouler Show. Emhoff, die ihre eigene Strickwarenlinie hat, hätte sich keine coolere New Yorker Marke als Partner für ihren ersten Auftritt aussuchen können. Es wird auch nicht ihr letzter sein: Die 21-Jährige hat Anfang des Jahres bei der Modelagentur IMG Models unterschrieben.

 

Foto Daniel Shea

 

Foto Andreas Mühe. Anna trägt Kleid, Bluse und Armband von Hermès, Robert in einem Mantel von Dior Men.

Foto Andreas Mühe. Anzug und Netzshirt: Dries Van Noten

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Perspektiv

Wechsel

ICON Sonntag

Zum Auftakt unseres ICON-Jahres, in dessen Verlauf wir tatsächlich schon 15. Geburtstag feiern können – Sie merken, wir bleiben bei der Strategie, nach dem Licht am Ende des Tunnels zu schauen –, haben wir uns für das Stichwort Perspektivwechsel entschieden. Schon aus lauter Hoffnung, aber auch, weil es einfach angebracht ist, Positionen zu überdenken. Es ist uns also eine große Freude, dass Andreas Mühe mit seinem anderen Blick das bemerkenswerte Sportler-Ehepaar Robert und Anna Lewandowski für uns fotografiert hat. Der ungeahnte Zauber eines grauen Münchner Vormittags. Unsere Geschichten erzählen von guten Ideen, von anderen Sicht- und Sehweisen. Und da oben schaut Sie Cara Delevingne an, Model-Kobold, Hollywoodschauspielerin. Sie gehörte zur charismatischen Freundesriege von Demi Moore bis Kate Moss und den Fendi-Frauen, die der Dior-Männerdesigner Kim Jones als Models für seine erste Fendi-Kollektion Mitte Januar in ein gläsernes Labyrinth in Paris bat. Von Diversität muss man dem Briten ohnehin nichts erzählen – und seine Entwürfe drehten sich um die Bloomsbury Group, jene freie, auf Konventionen pfeifende Künstlerclique rund um Virginia Woolf. Genau das ist es: Wir wollen pfeifen, aber bestimmt nicht im Walde. Ihre Inga Griese

Michele De Lucchi trifft Harry Potter

Ach, die Italiener! Setzen in jeder Lebenslage auf exzellente Gestaltung, und gehen selbstbewusst die schönsten kreativen Bündnisse ein! Neuestes Beispiel: Buchbestseller trifft Designstar: Für die aktuelle  italienische Ausgabe von „Harry Potter“ (Salani Editore) entwarf Architekt und Designer Michele De Lucchi mit seinem Büro AMDL Circle, eigens Fantasiebauten, die als Holzmodelle jetzt die Buchcover zieren. Solche Miniaturarchitekturen sind, wie sein experimenteller Umgang mit Holz, ein Markenzeichen des bekannten Gestalters geworden. Für die Cover des Zauberer-Epos bildete er natürlich nicht eins zu eins Hogwarts, Winkelgasse oder das Zaubereiministerium ab, sondern schuf eher architektonische Archetypen, die die Vorstellung umso mehr anregen: Jeder eine Gedanken-Skulptur – wie die Romane selbst.

Another reason to be optimistic for a better future in fashion. For the first time since the death of its founder in 2017 the Maison of Azzedine Alaïa has announced the appointment of a new Creative Director:

Pieter Mulier

He has worked for years as Raf Simons right hand, first at his own brand, then at Jil Sander as well as at Dior and Calvin Klein, where he worked mostly behind the scenes but always in a crucial role. Now he steps into the spotlight at one of the most unique fashion houses of the industry. His first collection will be SS 2022. 

Fashion Freiheit Disco

ICON talks mit Inga Griese, Wolfgang Joop und Neil Heinisch

Zwischenstopp in Venedig

Die Stadt des Löwen war immer eine große Inspirationsquelle und ein Sehnsuchtsort von Coco Chanel – nicht nur, weil Venedig ihr Sternkreiszeichen als Wappentier trägt. In dieser Haute-Joaillerie-Kollektion verneigt sich Patrice Leguéreau, der künstlerische Direktor der Chanel-Schmuckateliers, vor der Schwimmenden Stadt und feiert sie in all ihren Facetten: In den 70 Unikaten wird nicht nur der architektonische Reichtum der Stadt nachempfunden, die geometrischen Muster der Fassaden, die vielfarbigen Marmorböden der Kirchen, sondern auch verspielte Details wie die Schleifen der Hüte der Gondolieri und natürlich immer wieder der Löwe.

 Das monochromatische Collier „Lion Secret“ zeigt das Profil zweier Tiere, die mit Diamanten besetzt sind und über einen birnenförmigen Diamanten von 15,55 Karat wachen. Wie ein Flachrelief erscheint dieses einzigartige Duo auf einem geschmeidigen Armband aus Diamantgliedern. Das Set „Sérénissime“ reflektiert die byzantinischen Mosaike in der goldenen Basilika – wie das Plastron, eine breite Halskette aus Onyx- und Diamantquadraten, das aus rosa, gelben und orangefarbenen Saphiren sowie Spessartin-Granaten und einem ovalen Mandarin-Saphir von 27,09 Karat besteht. Silke Bender

„Poetry in Motion“ von Donald Robertson. Gegen eine freiwillige Spende an die High School for the Performing and Visual Arts Washington hier runterzuladen.

When day comes, we ask ourselves,

where can we find light in this never-ending shade?

The loss we carry,

a sea we must wade.

We’ve braved the belly of the beast.

We’ve learned that quiet isn’t always peace.

And the norms and notions

of what just is, isn’t always just-ice.

And yet the dawn is ours

before we knew it.

Somehow we do it.

Somehow we’ve weathered and witnessed

a nation that isn’t broken,

but simply unfinished.

Ein Auszug aus dem Gedicht „The Hill We Climb“ von der 22-jährigen Lyrikerin Amanda Gorman. Ein emotionaler Höhepunkt bei der Amtseinführung Bidens. Jetzt wurde bekannt, dass sie auch beim Super Bowl auftreten wird.

Valextra

Fendi Couture

Freund der Familie  

Mit seiner ersten Kollektion für Fendi durfte der neue Chefdesigner Kim Jones gleich mehrere Debüts geben: Zum ersten Mal entwirft er für Frauen, zum ersten Mal Haute Couture. Klingt nach Druck, aber Jones hält dem Stand. Männermode für Louis Vuitton und Dior Homme zu entwerfen hat ihn schließlich hierher gebracht. Dass sich seine erste Fendi-Kollektion um die Geschichte der Bloomsbury Group drehte, der freien, auf Konventionen pfeifenden Künstler-Clique rund um Virginia Woolf, kann man aber wohl auch als Handkuss an seine britische Heimat verstehen. Das Charleston House in Sussex, Heimat der Bloomsburys, liegt schließlich nicht weit entfernt von dem Ort, an dem Jones aufwuchs.

Die Kollektion, vorgeführt von so fantastischen Frauen wie Demi Moore oder Kate Moss, vereinte die Symbolik aus dem Umfeld und dem Werk der Bloomsbury Group – allem voran Woolfs “Orlando” – mit typisch römischen Insignien. Der Marmor aus der Galleria Borghese inspirierte die Muster auf Jacquards und Seide, Woolfs Bücher inspirierten die Handtaschen, Malereien aus Charleston House die Stickereien auf den Abendkleidern. Die fielen vor allem durch kunstvoll geschnittene Schulterpartien auf, verschmolzen mit halben Blazern zu Jacke-und-Kleid-Hybriden. Die oft speziellen Formen, das Spiel mit dramatischen Capes, Ausschnitten und Motiven zeigt, dass Jones Freude daran hat, sich neu auszudrücken. Sicher auch, weil er nun von so tollen Frauen umgeben ist: Die Töchter von Silvia Fendi Delfina Delettrez und Leonetta Fendi liefen als Models in der Show. Jones feiert mit dieser Kollektion nicht nur seinen neuen Job, sondern auch seine neue Familie. Silvia Ihring 

“Vain trifles as they seem,
clothes have, they say,
more important offices than
to merely keep us warm.
They change our view
of the world and
the world’s view of us.”

 Virginia Woolf, Orlando