Hoch soll sie leben!

HAPPY BIRTHDAY, INGA!

Wir gratulieren – ganz digital.

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, liebe Inga!

Ele, Arthur (Technik) und Richard (Assistent Set Design) 

 Das grosse Inga-ABC

 

A Anfangsbuchstabe der Redewendung „Ach so, ich dachte, wir machen das soundso“. ICON-interne Kennung allerhöchsten Alarms, Äquivalent zu Don Corleones Bitte, vernünftig miteinander zu reden. Bei Nichtbeachtung kommt bei Don Corleone ein Mann namens Luca Brasi, bei ICON kommt es zu einer eleganteren Lösung.

B Bardot, Brigitte: Französische Schauspielerin mit Herz und leicht einem an der Waffel, die bei angemessener Behandlung epochale Interviews gibt.

C Chanel: Immer richtige Antwort im Gespräch. Exzellenter Rettungsanker für Mitarbeiter, sollte das Stimmungsbarometer zur Abwechslung doch einmal eher auf bewölkt als auf überaus heiter stehen.

D „Das wollen wir doch einmal sehen!“ Kampfansage, die zuallermeist mit einem deutlichen Sieg endet.

E Empathie: Fähigkeit, sich in andere Menschen hineinzufühlen. Bei Chefredakteuren in der Regel kaum zu finden, aber keine Regel ohne Ausnahme.

F Fische: Sternzeichen, das charmant, einfühlsam, empfindsam, feinfühlig, fröhlich, geheimnisvoll, geduldig, gesellig, großzügig, hilfsbereit, hingabefähig, innig, inspirierend, intuitiv, medial, mitfühlend, mitleidend, mystisch, phantasievoll, romantisch, schillernd, seelenvoll, selbstlos, sensibel, sentimental, verständnisvoll und verträumt ist (Quelle: Internet. Serverprobleme verhinderten, dass Eigenschaften angezeigt wurden, die eventuell mehr so mittel sind).

G Garet, David: Mopsfideler Musikant, der schon mehr als einmal den Frieden diverser Familien gerettet hat und dem Vernehmen nach immer freundlich bleibt, solange für ihn die richtige Haarspülung bereitsteht.

H Hamburg: Stadt, die allen anderen Orten auf dem Planeten in jeder Hinsicht überlegen ist, also vor allem Berlin. Wenn es da nur nicht diesen Fußballverein gäbe, der vor 40 Jahren noch als Sprungbrett einer Karriere diente.

I Inga, Vorname: Wird am Telefon stets mit einem vorausgestellten „Ja, hier ist“ zu einem einzigen Wort verbunden: „JahieristIngaGriese!“.

J Jugend: Kategorie, die im Lifestyle in den vergangenen Jahrzehnten oft wichtiger als Klasse geworden ist, wodurch man sich aber nicht die Laune vermiesen lassen sollte, denn es gibt immer noch unglaublich viel Schönes, das Spaß macht.

K Kalle, Nachname Lagerfeld: Deutscher Modedesigner, wird jeden Tag schmerzlich vermisst.

L Luxus: Arbeitsgebiet, das sich vor allem dadurch definiert, unter allen Umständen ohne Koffer durch die Welt zu jetten.

M Mode: Phänomen, dem die einen hinterherjagen, die anderen entdecken in ihm etwas, das Aufschluss über die Zeiten verspricht, in denen man lebt.

N Nein: Wort, das sich für Mitarbeiter im Umgang keineswegs zum Dauergebrauch eignet, aber immer akzeptiert wird, wenn es wirklich darauf ankommt.

O Ottonen, die: Deutsches Herrschergeschlecht des Mittelalters, das mit dem Thema hier nichts zu tun hat, aber doch irgendwie passt – in ICON finden sich schließlich auch immer mal Themen, die nichts mit Lifestyle zu tun haben.

P Peter, Nachname Schwenkow: Deutscher Konzertveranstalter, der sich gern darüber beklagt, seine Frau viel zu wenig zu sehen.

Q Querulant, der: Zeitgenosse, den es auf Distanz zu halten gilt, denn ein Querulant ist einer, der jammert. Und gejammert wird nicht.

R Roederer Cristal: Alkoholhaltiges Erfrischungsgetränk aus Frankreich, wird traditionell zu Heiligabend im Kreis der Familie eingenommen, macht aber in Maßen genossen auch an anderen Tagen das ultimative Schwipschen.

S Sylt, Insel in Norddeutschland: Dafür, alles darzustellen, was dort erlebt wurde, ist das Internet leider zu klein.

T Treue: Begriff, der leicht aus der Mode gekommen ist, was ihn nicht schlechter macht: Unbedingte Liebe zur Familie und Jahrzehnte bei einem einzigen Arbeitgeber belegen es.

U Unmut, der: Zustand, der aufkommen kann, aber nicht lange anhalten darf. Und wenn man sich gezofft hat, muss es hinterher auch wieder gut sein.

V Vorbereitung, die: Wichtige Strategie, unter anderem dann, wenn es daran geht, morgens Butterbrote fürs Büro herzurichten.

W Weber, Max: Deutscher Soziologe, der Anfang des 20. Jahrhunderts über charismatische Herrschaft und protestantische Arbeitsethik schrieb. Wie sind wir da bloß drauf gekommen?

X Einfach ein blöder Buchstabe, deshalb zurück zu S, wie Seagram: Britischer Schnapsmogul, dessen exzessives Schlürfen von Suppe ein Kind im Kiel der 60er-Jahre davon überzeugte, dass Geldhaben und Stilhaben unterschiedliche Dinge sind.   

Y Y-Chromosom: Merkmal eines Geschlechts, das durch sein drolliges Verhalten allerlei Anlässe zur Heiterkeit bietet, ohne dass es irgendwie ernst zu nehmen wäre. 

Z Zynismus: Destruktive Einstellung, die viele Menschen mit zunehmenden Jahren für unabdingbar halten, weil ihnen das Leben angeblich keine andere Wahl lässt. Allen, die dabei nicht mitmachen, kann man nur gratulieren. Was hiermit noch einmal geschieht, sogar besonders herzlich.

 Philip Cassier

Liebe Inga, die Welt ist einfach so viel schöner und fröhlicher mit Dir! Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag und alles Gute, deine Stephanie

 

Jasmin Warhol gratuliert

 

Wie sehen Sie denn aus? Eine Inga-Griese-Brille-bis-Schuh-Analyse von Adriano Sack  

Brille. Sie hat ein ganzes Arsenal, aber diese ist nicht untypisch: Schützt gegen die Sonne und setzt einen Influencerinnen-Akzent. Als echte Norddeutsche, die im Showbusiness tätig ist, beherrscht sie perfekt die Rezeptur: witzig, aber nicht albern. 

Haare. Understatement pur. Sie lässt nur Könner an ihr Haar. Das Ergebnis aber ist eine No-bullshit-Frisur in strukturiertem, facettenreichem, nordfriesischem Greige-Blond. Auffällig ist der fast militärische Scheitel, der auch Interkontinentalflüge mühelos übersteht. In ihren Glanzzeiten hätte Jil Sander das so beschrieben: Wer etwas Ladyisches will, der searcht nicht bei Inga Griese.  

Kleid. Untailliert, wie es für eine xfache Großmutter vielleicht angemessen ist – warum eigentlich? Aber auch selbstbewusst kurz. Wer den 60. Geburtstag von Inga Griese in der „Sansibar“ erlebt hat, der weiß: Inga Grieses Beine sind im illustren Bekanntenkreis Legende. Das weiß sie, und die Welt soll es auch wissen.  

Tasche: Andere Chefredakteurinnen verbringen einen ganzen Vormittag im, sagen wir: Mailänder Dolce & Gabbana-Laden, um den Designern nur in deren eigenen Kreationen unter die Augen zu treten. Auch wenn sie diese nur so „lala“ finden. Inga Griese verbiegt sich nicht um 180-Prozent, aber sie achtet auf Etikette. Zur Louis Vuitton-Show in Miami trägt sie selbstverständlich eine Tasche der Marke. Wobei sie ein ganz eigener Taschen-Typ ist: An ihrem Arm wirkt irgendwie alles teuer und praktisch zugleich.  

Schuhe: Die markante Spitze, man fühlt sich an den Schuhdolch aus dem ersten James-Bond-Film erinnert, wird durch die Schleife abgefedert. Das ist jedoch nebensächlich – Hauptsache die Schuhe sind flach und runnable. Inga Griese ist stolz darauf, viele Termine bei den Fashion Weeks zu Fuß zu erledigen. Der Mega-Trend Sneakers wäre also eigentlich wie geschaffen für sie. Sie ist aus weltanschaulichen Gründen skeptisch geblieben.  

Schal. Eine Frau mit ihrer Disziplin friert nicht an den Beinen. Der Hals und die Atemwege aber sind ihre Schwachstelle, auch wenn dieser Begriff im Zusammenhang mit der Iron Lady of Style fast bizarr wirkt. Was Warmes aus Kaschmir ist bei ihr deswegen kein luxuriöses Ornament, sondern Funktionskleidung.  

Hintergrund: In den Corona-Jahren besannen sich viele auf die Sicherheit und Schönheit der heimischen Landschaften. Nicht aber Inga Griese. Wenn sie eine chronische Krankheit hat, dann ist es Fernweh. Hier steht sie in Miami vor exotischen Pflanzen, knallblauem Meereshimmel, der Skulptur eines internationalen Luxusplayers. Nur Sylt ist schöner.  
 
 
 

 In Hamburg sagt man Moin  

  Dort bläst in den Pashmina-Schal der Wind 
Dort, wo die Möwen großstadttauglich sind, 
der Hafen wähnt nach weiter Welt,  
aber der Sonntag eher ruhiger ausfällt, 
man sich gern Zuhause trifft, 
weil es sich so gemütlich spricht- 
 
Kommst´ von da,  
das hört man gleich, 
aber nich´ Altona, 
denn all to nah und nich so reich… 
 
Da sagt man Moin,  
wenn man locker zum Schörlchen lud, 
wenn wir uns froin, 
und weil man da nun mal so sprechen tut. 
 
Die Deutsche Mode ward dort erdacht, 
der Rock spielte auf in der Nacht, 
St.Pauli -Kicker sticht den Torf, 
Karl, Jil und Papa Joop, 
eine Boutique in Pöseldorf? 
Ja, das tut Not! 
 
Du warst dabei,  
du kennst den Stil, 
von wegen, beiger Einheitsbrei, 
denn neben navy Twinset, Perlenkette, anglophil, 
geht es hier auch immer, 
nicht wie in Berlin, 
ums Geschäft und nicht nur Glimmer 
und Adrenalin… 
 
Hamburger Modell, Neuer Deutscher Style, 
Jacken mit Regenwetter Toleranz, 
erfunden im alsternahen Ortsteil, 
mit angeblicher stadtbedingter Arroganz. 
 
Du kennst dich aus, du hast den Schnack, 
du kennst sie alle, du kennst sie gut, 
du hast Humor, du hast Geschmack, 
ich zieh mein´ Hut! 
 
 Ich lass´ dich 100-mal hochleben,  
weil du nach Heimat klingst, 
wie eine Piratin, dein Ton macht dich verwegen, 
wie wenn du singst, 
von Elbsand, Alsterwiese, Bobby Reich, 
von Elbbrücken, Reeperbahn, Sylter Deich, 
doch jetzt sing ich für dich, 
voller Dankbarkeit, 
nu´, unterbrich mich nich´, 
 
von der langen Zeit,  
die ich dich kenne und bewundere, liebe Inga, 
von deiner Energie und von all dem, was ich gelernt habe, 
durch dich, 
Happy Birthday,  
auf die nächste Etappe 
 
Yippie ja yei,  
… 
 

Florentine Joop

ABOUT INGA

Viele können sich das nicht vorstellen, aber es gibt tatsächlich Menschen in diesem Land, es sind gewiss nicht viele, die Inga Griese NICHT persönlich kennen.

Wenn man nun als Autor und damit Gesandter von ICON oder den STILISTEN auf so einen raren Menschen trifft, dann ist eine der ersten Fragen, die kommt: Wie ist sie denn so, die Inga Griese?

Ich sage – besser: behaupte – dann meist: Inga ist exakt so wie die Hefte, die sie macht. Norddeutsch handfest, verantwortungs- und selbstbewusst, dabei wohltemperiert pragmatisch wie DIE STILISTEN. Oder: wahrhaft weltläufig, vielfältig neugierig und unaufgeregt spektakulär wie ICON. Jedenfalls voller Begeisterung und Empathie für alle und alles, was sie liebt. Mode, Stil, die schönen Dinge. Vor allem: Menschen.

Wem das nicht reicht, dem sage ich noch: Sie ist eine der wenigen Chefredakteurinnen, die tatsächlich in der Welt lebt, von der sie berichtet. Die weiß, was ihre Zielgruppe interessiert. Weil es ihre Freundinnen und Freunde sind. Entsprechend gelassen kann sie dem Irrsinn begegnen, der zum Metier gehört. Diese Inga, auf die alle neugierig sind, ist eine Frau, die weiß, was sie kann und was sie will. Wie man dafür kämpft. Und: gewinnt.

Aber zum Glück gibt es ja kaum jemanden, der Inga nicht persönlich kennt…

Volker Corsten

Liebe Inga,

wäre ICON ein Lustiges Taschenbuch, dann wärest Du Daniela Düsentrieb. Manchmal sehen wir nur den Kondensstreifen von Dir – und dann, wenn Du wieder da bist, wird eine Geschichte und ein Kontakt nach dem anderen aus dem Hut gezaubert. 

Diese Energie macht Dich aus und ich wünsche Dir, dass Du weiterhin so viel Freude daran haben wirst, unsere schöne Welt und die interessanten Menschen, die sie bevölkern, für unsere Sache zu begeistern.

Dein Blick für das Besondere und Deine Aufgeschlossenheit, Begeisterungsfähigkeit und Spontanität prägt ICON.

In diesem Sinne wünsche ich Dir weiterhin Feuer im Herzen!

Alles Liebe und Gute,

Heike

#ingaontour4ever

New York, Rio, Seoul, Cannes, Shanghai, Goa, Dubai, Lappland, Hamburg, L.A., Tokio, Sylt, Paris, Saló und zurück nach Berlin – alles im Rekordtempo. Du bist eine WELTenbummlerin!

Wie oft du mit deinem kleinen, blauen Freund (a.k.a. Modell „Horizon“ von Louis Vuitton) wohl schon die Erde in all den Jahren umrundet hast? Dreimal, fünfmal? Das wissen wohl nur Lufthansa, Easyjet & Co.

Ich wünsche dir von Herzen, das deine Entdecker- und Reiselust niemals enden mögen und du weiterhin so energiegeladen durch die WELT jettest. Keep rollin‘, äh, swimming!

Deine Maus

 

 Inga, Hamburg, der Vorstand und die „Scheidentrockenheit“

 

Im Laufe eines Journalistenlebens nimmt man an vielen Konferenzen teil, vielleicht an zu vielen. Da gibt es die Vielredner und die Schweigsamen, die Bedenkenträger und die Forschen,  den Typus „Man sollte mal“ und den Typus „Hatten wir schon“. Eine dieser Konferenzen ist mir aber dennoch in bester Erinnerung geblieben, und das lag nicht nur daran, dass damals im Frühjahr 2015 der gesamte Vorstand in einem Berliner Konferenzraum dabei war und auch nicht nur daran, dass dieser über das von mir entworfene neue Blattkonzept für WELT Hamburg, über die Personalausstattung und den Etat, also eigentlich über alles, entscheiden sollte – sondern daran, dass Inga Griese an diesem Vormittag bestimmt zehnmal das Wort „Scheidentrockenheit“ in die illustre Runde warf.

Mit Inga kann man in Schlachten ziehen und sie vergisst nicht, wer dabei immer fest auch an ihrer Reihe steht. Nicht in dem Sinne eines platten Geben und Nehmen, es ist schon immer ein höheres, wichtiges Ziel nötig, aber wenn das da ist, gibt es kein Wanken mehr. Für die Hamburg-Redaktion, aus der Inga als junge Sportreporterin einst selbst entsprang, war und ist das ein wichtiges Pfund. Hamburg geriet nämlich immer mehr in die Diaspora und blieb doch wichtig für die Publikationen, denn anders als diese zogen die Leserinnen und Leser nicht alle mit nach Berlin. Die blieben doch glatt in Hamburg, was nicht immer in das Mindset der frisch euphorisierten Berliner passte.

Inga hingegen, verwoben in ein engmaschiges hanseatisches Netzwerk – zu dem selbstverständlich auch Sylt gehört –, hatte das immer auf ihrem Schirm. Und so setzte sie sich in jeder Phase für die Hamburger ein, so auch an diesem Vormittag, nachdem die Springer-Chefs erkannt hatten, dass eine Hamburg-Ausgabe der WELT als Franchise-Unternehmen des an Funke verkauften „Abendblatts“ auf Dauer keine so gute Lösung sein kann. Nach einem längeren Vortrag von mir ergriff Inga das Wort und begann gleich damit, sich über die Qualität einer Anzeigenkunden auszulassen, darunter der Anbieter eines Mittels gegen eben jene „Scheidentrockenheit“, der sehr gern ein kleines Eckfeld auf der Seite 1 buchte. „Das dürfen wir so nicht anbieten, wir können doch nicht jeden Tag dem Leser zum Frühstück das Wort Scheidentrockenheit entgegenbrüllen“, sagte Inga.

Daraus entspann sich eine längere Grundsatzdebatte, in deren Verlauf wohl jede und jeder am Tisch wenigstens einmal ‚Scheidentrockenheit‘ sagte, bis irgendwann der Vorstand lachend beschloss: „Wir machen das jetzt so, und zwar mit einem guten Etat. Und mit einer anderen Anzeige auf der 1“.  Anschließend wurde gefeiert, und das feucht-fröhlich.

 Jörn Lauterbach

von Silja Lange

 

von Florentine Joop

“Dann bin ich im siebten Hundehimmel!“

Harry Dachsfield Griese, wo haben Sie Ihr Frauchen kennengelernt?

Wir sahen uns das erste Mal bei meiner Züchterin Frau Speck in der Nähe von Flensburg. Das war im Sommer 2020. Ich war ein geflecktes, tapsiges Bündel, greige wie der Hamburger Nebel und die grobe Leberwurst von Lindner, dem Feinkostgeschäft, das Frauchen und ich so lieben. Es war Welpen-Liebe auf den ersten Blick.

Hunde sehen ja eigentlich gar nicht besonders gut, ihr Geruchssinn ist dafür umso ausgeprägter. Wie würden Sie Inga durch Ihre Nase beschreiben?

Inga ist zum Anbeißen! Es gibt ja diesen Mythos über Beagles, dass sie mit ihrer selbst für Hunde auffallend feinen Nase in einer Großstadt total verwirrt sind, weil einfach zu viele Informationen auf sie einprasseln. So ähnlich geht es mir in Ingas Büro, wo ständig Pakete aus aller Welt eintrudeln. Betörende Tiegel, atemberaubende Flakons, immerzu kommt irgendwas zu naschen an. Über die Gerüche in Frauchens Welt könnte man Romane schreiben, was ich aus Diskretion natürlich nicht mache. Lassen Sie es mich so sagen: Als Fellnase kann ich mir kein interessanteres Leben vorstellen.

Der Hund gilt als der beste Freund des Menschen. Beruht das auf Gegenseitigkeit?

Ist der Mensch auch der beste Freund des Hundes? Im Prinzip ja. Wir stammen ja von den Wölfen ab und das Zusammenleben mit Menschen hat eigentlich nur Vorteile: Man hat ein Dach überm Kopf, regelmäßige Fütterung und kein Imageproblem in den Medien. Allerdings ist die Beziehung zu meinem Frauchen Inga das, was man tough love nennt. Dackel sind ja Egozentriker wie man weiß, dafür liebt man sie. Und für eine Dackel-Seele ist es nicht immer ganz leicht, mit dem Terminkalender von Inga klarzukommen. Eigentlich ist das Leben mit ihr eine einzige Aneinanderreihung von herzzerreißenden Goodbyes. Dafür ist natürlich auf der anderen Seite das Wiedersehen um so schöner.

Sie haben Wohnsitze in Berlin, Hamburg, Mallorca. Und wenn Ihr Frauchen auf Reisen ist, besuchen Sie Ihre Kumpels auf Sylt. Das ist jetzt auch kein Hundeleben. Oder haben Sie den Eindruck, dass Sie als Dackel zu kurz kommen?

Hunde glauben grundsätzlich nicht an Fernbeziehungen. Wir brauchen den Geruch des Menschen. Menschen glauben ja, sie riechen nicht, aber das ist ein großer Irrtum. Wir brauchen die Körperwärme, wir brauchen die Stimme, wir brauchen die Auseinandersetzung. Sagen wir so: Frauchen und ich leben eine emanzipierte Beziehung an der langen Leine, und das schätze ich natürlich auch. Aber nichts, was mir ein anderer Hund geben kann, und schon gar kein Sylter Hund kann jemals mein Frauchen ersetzen. Glücklicherweise haben Hunde aber auch eine andere Eigenschaft, die total hilft: Nämlich ein ultrakurzes Gedächtnis. Ich bin zwar jedes Mal tödlich beleidigt, wenn Inga abfährt, aber wenn sie dann wiederkommt, könnte ich vor Freude an die Decke springen, wenn meine Beine nicht so kurz wären.

Immer mehr Hunde haben heutzutage einen Instagram-Account. Sie präsentieren sich ja eher zurückhaltend auf Social Media, wenn überhaupt nur dösend in der Sonne rumliegend. 

Herrlich, ja. Oder eingemummelt in Ingas kuschelweiche Plates, die sie überall liegen hat. Her Castle is my Körbchen!

Aber verfolgen Sie zum Beispiel die Auftritte der kanadischen Greyhound-Hündin „Tika the Iggy“, die ja als erste Dogfluencerin im Kunstpelzmantel, Plüschstulpen und LGBTQ+-Tutu weltberühmt geworden ist?

„Loved it, couldn’t wear it“ – ich hab das Video gesehen, aber gar nicht verstanden. Tierfreundlich sah es nicht aus, dieses zittrige, dünne Etwas in diesen merkwürdigen Verkleidungen – bitte, wer’s mag. Aber es zeigt doch, wo wir heute angekommen sind: In einer Welt nämlich, in der Menschen Hunde immer mehr zum Affen machen. Ganz ehrlich, ich bin ein Hausdackel und wie der Name schon sagt, am liebsten zu Hause oder in der Natur. Und wenn unsere Terminkalender koordiniert sind, und Frauchen und ich es uns einfach mal so richtig kuschelig und gemütlich machen können, bin ich im siebten Hundehimmel. Ich habe allerdings immer komische Träume, wo es um Laufstege, teure Juwelen und atemberaubend hohe Schuhe geht. Das habe ich bis heute noch nicht ganz genau verstanden.

Ihr Frauchen ist die Chefin eines erfolgreichen Modemagazins. Wussten Sie das gar nicht oder ist Ihnen diese Welt einfach wurst?

Natürlich weiß ich das, das weiß doch jeder Hund. Reisen mit Inga ist auch immer toll und immer First Class. Inga ist ja nicht nur eine sehr glamouröse, sondern auch sehr praktische Herrin. Manchmal lässt sie mich in so eine große, elegante Tragetasche hüpfen, ich glaube, sie ist von Dior oder so, und dann darf ich sie begleiten. Da Inga eine Lady ist, verbietet es sich natürlich von selbst, dass ich hier den Inhalt dieser Tasche beschreibe. Aber man konkurriert doch mit vielen Gegenständen, die auf Reisen gut gebraucht werden. Insofern bin ich zwar im Zentrum des Geschehens, aber auch nicht das Zentrum der Welt. Um die Wahrheit zu sagen, wichtiger als all das ist mir der Wind. Wozu hat man schließlich Dackelohren, wenn sie nicht im Sturm der Nordsee flattern, sondern nur auf Modenschauen rumhängen.

Wenn Inga ein Hund wäre, was für ein Hund wäre sie dann?

Dann wäre sie natürlich eine von uns. Vom Charakter ein Dackel, von den Beinen allerdings ein Windspiel.

Und was wünschen Sie Ihr zum Geburtstag?

Es heißt ja, ein Menschenjahr sei sieben Hundejahre. Mein kleiner Dackelverstand sagt mir, Inga ist unter den Menschen etwas ganz Besonderes. Das letzte, was ich ihr wünsche, ist Ruhe. Wenn man ein Dackel ist, muss man seine Dackelhaftigkeit annehmen und umarmen, und wenn man eine Inga ist, muss man seinen Ingaismus aus vollsten Zügen leben. Das heißt, das Leben in der Business-Class, drei Texte gleichzeitig schreiben, der kleine Koffer, der für fünf Haute Couture-Schauen reicht, aus unerfindlichen Gründen. Das ist ihre Essenz, und die darf sie nie verlieren. Als Dackel neige ich natürlich zur Hyperaktivität, zur Rastlosigkeit und unzähmbaren Neugier. Und ich bin wirklich mehr als glücklich, dass ich mit meinem Frauchen sozusagen eine Sister in Crime getroffen habe. Egal, wie viele Hunde oder Menschen ihr raten, komm doch mal zur Ruhe, ich würde Inga sagen: Bleib einfach die, die Du bist. 

Interview: Adriano Sack (als Harry) und Dagmar von Taube (als Leine)

 

Liebe Inga,

aus meinem wohlbehüteten Fundus von Lieblingsbildern habe ich dieses zu Deinem Geburtstag ausgewählt:

Leader of the pack

Always on the road

Stolz und aufrecht fest im Sattel

Alles Gute zu Deinem Geburtstag!

Deine Julia

🐠Ein Glücksfisch namens Inga🐠

Es wartet ein großes Jahr auf Dich, liebe Inga. Und groß meint hier: wirklich groß! Glücks-Planet Jupiter, der Optimismus, Expansion, Antrieb, Wanderlust und Erfüllung verspricht, Qualitäten, die Dich ohnehin beschreiben, strahlt jetzt in Deinem Sternzeichen Fisch. Das sind olympische Voraussetzungen. Die Lufthansa arbeitet gerade an einer neuen Vielfliegerkarte, der HON-Status wird Fischen wie Dir nicht mehr gerecht. Zu den Benefits dieser Superklasse gehören autonomes Kofferpacken (Rollkoffer streichen), sowie eine Sensorgesteuerte Kühlschrankbefüllung nach den persönlichen Genuss-Algorithmen: tagsüber Butterkuchen von Lindner, abends prickelnde Kaltgetränke. Inkludiert ist außerdem ein Regenerations-Anzug, mehrfädig gestrickt und angenehm auf der Haut zu tragen. Schlaf wird damit praktisch überflüssig. Ab März heißt es dann: Gurt anlegen! Mach Dich auf alles gefasst. Dann nämlich läuft Jupiter auf Deine Sonne zu und entfalten sich wundervolle Dinge für Dich, wenn Du bereit bist, Chancen zu ergreifen, Risiken zu wagen und bei allem noch mehr Deiner inneren Stimme zu folgen. Jupiter ist zwar der Joker-Planet und in Verbindung mit der Sonne wie Sylt ohne Rückfahrkarte, man muss ihn nur durch sein eigenes Tun etwas aktivieren. Das sollte Dir leicht fallen.

 Gefühls-Planet Neptun steht wohlwollend in Deinem Zeichen, Venus, die Göttin der Liebe, zwinkert Dir praktisch das ganze Jahr über zu, und im August flirtet Jupiter mit Deinem Mond. Damit hast Du nicht nur einen beschützenden, sondern auch weisenden Engel an Deiner Seite. Venus lädt Dich aber auch ein, ein wenig mehr auf Dich und Deinen Körper zu hören. Als Mensch mit feinen Fühlern erspürst Du sensibel die Gefühle und Gedanken anderer. Eigene Bedürfnisse können da manchmal zu kurz kommen. Vielleicht fängst Du an, zu meditieren oder Yoga zu machen. Die Krähe zum Beispiel, das Stapeln des Körpers auf den Oberarmen im Handstand, lässt sich prima in Hotelzimmern, auf Flughäfen, selbst bei Zoom-Meetings üben – man kann Kamera und Mikro ja mal kurz ausschalten. Alternativ eignet sich eine Inversionsbank ideal, um den Rücken zu entspannen und Wirbel zu entlasten. Auf den Kopf gestellt sieht die Welt auch gleich ganz anders aus. Als Kind von der Waterkant und langjährige Profienne an der Pinne weißt Du, man kann den Wind nicht ändern, aber die Segel anders setzen, und ein Perspektivenwechsel führt immer zu neuen Ideen. Im April sehe ich etwas Unerwartetes, das Dir die nächsten Jahre Aufstieg, Freude und viel Anerkennung bringen wird. Es kann etwas Berufliches oder Privates sein oder beides, Du Glücksfisch! Entdecker Jacques-Yves Cousteau wollte immer ein Fisch sein, weil das Meer voller Wunder und in dieser wunderbaren Welt alles möglich ist.

Das Horoskop, aufgezeichnet von Dagmar von Taube, erstellte die New Yorker Astrologin Virginia Bell, die von Herzen zum Geburtstag gratuliert

Liebe Inga,

von Herzen gratuliere ich Dir zum Geburtstag!

Ich erinnere mich noch: als ich mich anschickte, zu ICON zu kommen, warnte mich irgendjemand ich solle mich wappnen, du seist ein „Wildfang“.

Warum das als Warnung gemeint sein sollte, kann ich beim besten Willen nicht verstehen – ich bewundere Deine Energie und fortwährende Positivität.

Ich wünsche Dir das Allerbeste von allem.

So zu bleiben wie du bist, muss ich dir gewiss nicht empfehlen – das machst du selbst ganz fabelhaft.

Alles Liebe, Philippe

 Liebe Inga,

Hätte ich Buch geführt (wie Holger Zöllner während der Pandemie) wie oft du deine Arbeitszeit im Büro verbracht hast und wie oft du unterwegs warst, wüßte ich es jetzt besser. Was ich weiß ist, dass wir uns immer auf deine Rückkehr von einer Dienstreise freuen, denn das bedeutet: Kuchen!

Ich kenne keine großzügigere, selbst anpackende, sich für nichts zu schade seiende Chef*in (höhö), die es am schönsten findet,wenn alle da sind und das Büro lebendig ist. Wie hast du es geschafft in einem derart bürokratischen und patriarchalischem System dich durchzusetzen? Ich bewundere dich und bin dir dankbar dafür, dass du ICON und uns nie aufgegeben hast.

Ich wünsche dir, dass du alle deine Träume und Pläne verwirklichen kannst und dass du dabei nie die Lust und die Inspiration verlierst.

Alles Gute zum Geburtstag

Deine Maria

 

Elias Gröb gratuliert

 

 

THANKS FOR THE WILD RIDE!

Liebe Inga, mit Dir ist das ganze Leben wie eine elegant gekonnte Rutschpartie, bei der jeder dabei sein möchte. Nicht nur auf dem Eis in Lappland, sondern auch auf Fashion Weeks und in goldenen Hochhäusern: Auf Dich ist immer Verlass! Happy Birthday,

Gloria

 

Liebe Prinzessin von ICON!

Für uns bist und bleibst Du ewig zeitlos.

Du bist wie ein menschlicher Juwel, der immer strahlt.

Du bist die ewige Generation von Caroline von Monaco – ewig apart, ewig lächelnd, ewig einmalig.

Du bist natürlich auch die ewige Prinzessin der Königin der Inseln – Du bist ewig Miss Sylt.

Du bist auch die Prinzessin von Hermès – aber mit der Zurückhaltung der wirklichen Eleganz.

Du bist auch die Jet-Set-Prinzessin von Instagram – von Südkorea bis Paris.

Du bist die Presse-Prinzessin der 1001 zauberhaften Eigenschaften.

Wenn man Dich trifft, strahlt die Welt – und wenn man Dich leider nicht trifft in diesen Zeiten, dann verdunkelt sie sich.

Deshalb wollen wir Dich sobald und sooft wie möglich wieder lachend umarmen!

Wir werden auf Dich jubelnd anstoßen – denn auch wenn Du weit weg bist, lächelst Du in unseren Herzen und in unseren Champagner-Kelchen.

Immer deine Babsi & Körzi

PS. Und mit 66 beginnt das Leben!