Thema Auto

From old to gold

In Vergangenem zu schwelgen, heißt nicht, die Zukunft aus den Augen zu verlieren. Die Zusammenarbeit von Modedesigner Paul Smith und Autohersteller MINI zeigt dies: Bereits 1998 stellte man auf dem Salone del Mobile in Mailand die Paul Smith Edition des MINIs vor – ein kleines, knallblaues Stadtauto. Beim diesjährigen Salone folgte das Update des Wagens von 98. Bleiben durfte die blaue Außenlackierung, die einst von einem Hemd des Modedesigners inspiriert war. Gewichen ist der Verbrennungsmotor. In Bewegung setzt den MINI Recharged nun ein emissionsfreier Elektromotor. Der Innenraum bleibt fast vollständig entkernt und knüpft so an das minimalistisch-nachhaltige Konzept des MINI Strip an – einem weiteren gemeinsamen Projekt aus dem vergangenen Jahr.

Wait for it… 

Auf die Schnelle geht derzeit wenig. Durchhaltevermögen war auch in der Welt der Art Cars gefragt. Bereits im März enthüllte man den von Streetwear Designer Sean Wotherspoon gestalteten Porsche „Taycan 4 Cross Turismo“ auf dem South by Southwest Festival in Texas. Die extrovertierte Colorblocking Lackierung weckte sofort die Frage: Wie sieht der Wagen wohl von innen aus? Doch das bleib ein Geheimnis – bis jetzt! Die bunte Außenlackierung setzt sich im Interieur fort. Zum Einsatz kamen außerdem Wotherspoons Signature-Materialien Kork und eine Kordsamt-Verkleidung an Dachhimmel und Sonnenblenden. Die Krönung? Die Innenausstattung ist komplett vegan und Lederfrei.

Isabell Werth x Range Rover x ICON

Ricky Saward x Range Rover x ICON

Spritztour

Es gibt ein paar Dinge auf diese Welt, deren Wirkung auch nach Jahren nicht nachlässt. Der Porsche911 etwa ist und bleibt ein Kultobjekt. Allein das Design überzeugt Kenner wie Laien. Ein paar Kniffe zum Thema Design und Langlebigkeit hat auch Gepäckhersteller Rimowa parat. Gemeinsam legte man nun einen Handgepäckkoffer auf, der von der ersten Generation des 911er von 1963 inspiriert ist: hochglanz-silbernes Aluminium, schwarze Lederriemen und das Porsche-Wappen. Ab dem 21. April sind 911 nummerierte Koffer in ausgewählten Stores und online bei Rimowa und Porsche erhältlich. Keine Sorge – Passt sogar in den Kofferraum des Flitzers.

Credit: Mercedes-Benz Maybach

PROJECT MAYBACH

Wer schon immer auf der Suche nach dem farblich passenden Kapuzenpullover zu seinem Maybach war, dem bereitet der verstorbene Designer Virgil Abloh nun eine Freude. Denn in der finalen Kooperation von Off-White mit dem Automobilhersteller enthüllte Mercedes-Benz nicht nur ein sandgoldenes Luxus-Concept Car, sondern auch eine darauf abgestimmte Kollektion aus Hoodies, Caps und Rennfahrerhandschuhen, auf deren Klettverschluss „ABLOH“ steht. In jedem Fall lohnt es sich bei „Project Maybach“ schnell zu sein: Der Mercedes-Maybach S-Class S680 des Designers wird auf 150 Stück limitiert sein. Erhältlich ist die ebenfalls limitierte Kollektion im Online-Shop von Off-White.

Credit: Mercedes-Benz Maybach

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Ready, steady, go!  

Im Motorsport gilt: Ein guter Start erhöht die Aussichten auf einen Sieg. Kein fahrbarer Untersatz zur Hand? Macht nichts, Skateboard geht auch. Diesem Grundsatz folgt auch Kooperation zwischen Mercedes Benz AMG und der britischen Skateboard- und Streetwearmarke Palace. Nachdem im vergangenen Jahr eine Capsule Collection den erfolgreichen Auftakt machte, geht es nun rasant in eine zweite Runde. Inspiriert von Automechanikern umfasst die „Affalterbach to the world” Kollektion neben Hosen, Hoodies oder Jacken auch Beanies und Caps. Für das Design der Mercedes AMG Sondermodelle standen die Metropolen London, Los Angeles, New York und Tokio Pate, gleichwohl Heimat der Palace Flagshipstores. Das Modell „Sunset LA” steht mit gelb-rot-changierender Lackierung etwa für das magische Licht Los Angeles`.

„FOR HIP-HOP ALONE MERCEDES-BENZ HAS ALWAYS BEEN A FAMILIAR AND IDENTIFIABLE BRAND“

A$AP Rocky über die Modekollektion mit Mercedes-Benz, ab 17.03.2022 auf AWGE und Pacsun erhältlich ist.

That’s Amore

In Deutschland ist man beim Thema Autos verwöhnt. Trotzdem geht der Blick gern gen Italien, wo das Auto ebenso verehrt und Designs weltweit inspirieren. Autokenner werden sich daher über den Bildband „Made in Italy” von Auto-Fotograf Piotr Degler freuen. In 100 Fotografien, die innerhalb der letzten zehn Jahre entstanden sind, zeigt Degler italienische Klassiker von Lamborghini bis Lancia, Konzeptfahrzeuge und moderne Modelle – im Studio als auch in Bewegung. 

Der Jubilar trägt Schwarz

In diesem Jahr feiert Porsche Design seinen 50. Geburtstag, mit einer Ausstellung im Porsche-Museum, einem üppigen Coffee-Tablebook und natürlich zeitgemäßen Neuauflagen große Erfolge. Zu den ersten gehörte ein 1972 erschienener Chronograph: der erste, der Sportwagendesign konsequent auf eine Uhr übertrug und als erster Sportchrono komplett mattschwarz. Das auf 500 Exemplare limitierte Jubiläumsmodell „Chronograph 1 – 1972“ folgt der Vorlage ganz detailgetreu, wird allerdings nicht aus Stahl, sondern aus Titan gebaut und von einem COSC-zertifizierten Automatikwerk angetrieben. Mit 750 Exemplaren ist die Version „Chronograph 1 – 911 Edition 50Y Porsche Design“ zwar häufiger, aber noch exklusiver. Erwerben können sie nur Käufer des entsprechenden Wagens, des „Porsche 911 Targa GTS Edition 50 Jahre Porsche Design “. In Schwarz, natürlich. Jan Lehmhaus

Größer, schneller, schicker

Dass Kreative in der Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten in andere Dimensionen abheben, ist spätestens seit der Kooperation zwischen Louis Vuitton’s Kreativdirektor Virigil Abloh und Mercedes Chef-Designer Gorden Wagener im vergangenen Jahr klar. Für das erste gemeinsame Projekt verwandelte Abloh die berühmte G-Klasse in ein weiß-türkises Kunstmobil.

Abloh sagte damals:  “Unsere Zusammenarbeit basiert auf der Unterhaltung zwischen zwei Leuten über die Idee eines emotionalen Outputs, ein Crash zwischen meiner Welt und meinen Vorstellungen und Gordens Universum.” Nun hat es wieder geknallt, die erfolgreiche Zusammenarbeit wird mit dem „Project MAYBACH“ fortgeführt. 100 Jahre nach der Präsentation des ersten Mercedes-Maybachs sollen mit einem elektrischen Showcar neue Design-Standards gesetzt werden. Am 1. Dezember. Natürlich nicht im Rahmen einer Automesse sondern der Art Basel in Miami.

WENIGER IST MEHR

Kann man nackt auch gut angezogen sein? Dieser Frage widmeten sich jüngst Autobauer MINI und Modedesigner Paul Smith in einer Kollaboration. Die Antwort nennt sich MINI Strip und zeigt, dass Reduktion nicht auf Kosten von Design und Funktionalität gehen muss. Mit dem Ziel, die nachhaltige Automobilproduktion zu fördern, verlagerte sich der Fokus auf das Wesentliche eines Fahrzeugs. So trennte man sich etwa von Innenraumverkleidungen und der farbigen Lackierung der Karosserie. Keine Sorge, eine dünne Schicht farbloser Lack schützt vor Korrosion. Sichtbare Schrauben, 3D-gedruckte Einsätze und ein Panoramadach aus recyceltem Plexiglas machen das Elektrofahrzeug nicht nur noch umweltfreundlicher, sondern auch in Herstellung und Optik im wahrsten Sinne transparenter.

Für Hund und Herrchen

Mit dem klammheimlichen Aufstieg des Spaziergangs zur Top-Freizeitaktivität schoss auch die Zahl der Hundebesitzer in den vergangenen Monaten in ungeahnte Höhen. Alt-Bekanntes wurde daher neu gedacht: Bei BMW bedeutete dies, das Auto Vierbeiner-freundlich umzurüsten. Ein Rundum-Konzept liefert nun BMW Italia in Zusammenarbeit mit Poldo Dog Couture. Den BMW X7 xDrive40d gibt es jetzt auch mit einem exklusiven Reiseset für Hunde. Ob Halsband, Leine, Napf oder Hunde-Sicherheitsgurt – das Set umfasst die komplette Erstausstattung für Hundebesitzer. In Erinnerungen an das Italien der 60er-Jahre schwelgend, ist das Design in braunem Leder mit Details aus Wiener Stroh gehalten. 

Back to the Roots

Ob so der Autohimmel aussieht? Egal, denn dieses Fahrzeug ist ganz real. Es ist das erste von drei Boat Tail Sondermodellen von Rolls-Royce. Das Besondere? Alle drei sind von A bis Z nach Kundenwunsch gestaltet. Wie der Name bereits verrät, diente eine Yacht als Inspirationsquelle. Mit dem Doppelkühlschrank im Kofferraum wird das Auto ebenso zum mobilen Picknickplatz. Damit definiert Rolls-Royce einerseits eine neue Stufe des fahrbaren Luxus. Gleichzeitig besinnt sich das Unternehmen auf seine Ursprünge, denn die Maßanfertigung der Karosserie war einst Standard, bis die Serienproduktion übernahm. Nun kehrt sie unter dem Titel Coachbuild als feste Größe zurück.

(K)ein Phantom 

Der Unternehmer Yusaku Maezawa reist hauptsächlich in seinem Privatjet. Etwas mehr Bodenhaftung erlebt er künftig in seinem neuen Auto – das wie alles, was der Visionär anpackt, vor allem einzigartig ist. Hand in Hand haben Rolls Royce und Hermès ein Sondermodell des Rolls Royce Phantoms kreiert. Traditionell japanische Oribe-Keramik inspirierte die Farb- und die Namensgebung in Grün- und Cremefarben. Hermès nahm sich der Gestaltung des Innenraums und Karosserie an. Damit alles wie aus einem Guss wirkt, bekam auch der Flieger des Japaners einen frischen Anstrich mit der von Rolls Royce entwickelten Farbe.

Und das Schönste an Ihrem Job?

Béatrice Foucher: „Die Arbeit an den zukünftigen Autos mit den Design- und Produktplanern. Weil wir gemeinsam an der Zukunft arbeiten.“