Thema Auto

Größer, schneller, schicker

Dass Kreative in der Zusammenarbeit mit Gleichgesinnten in andere Dimensionen abheben, ist spätestens seit der Kooperation zwischen Louis Vuitton’s Kreativdirektor Virigil Abloh und Mercedes Chef-Designer Gorden Wagener im vergangenen Jahr klar. Für das erste gemeinsame Projekt verwandelte Abloh die berühmte G-Klasse in ein weiß-türkises Kunstmobil.

Abloh sagte damals:  “Unsere Zusammenarbeit basiert auf der Unterhaltung zwischen zwei Leuten über die Idee eines emotionalen Outputs, ein Crash zwischen meiner Welt und meinen Vorstellungen und Gordens Universum.” Nun hat es wieder geknallt, die erfolgreiche Zusammenarbeit wird mit dem „Project MAYBACH“ fortgeführt. 100 Jahre nach der Präsentation des ersten Mercedes-Maybachs sollen mit einem elektrischen Showcar neue Design-Standards gesetzt werden. Am 1. Dezember. Natürlich nicht im Rahmen einer Automesse sondern der Art Basel in Miami.

WENIGER IST MEHR

Kann man nackt auch gut angezogen sein? Dieser Frage widmeten sich jüngst Autobauer MINI und Modedesigner Paul Smith in einer Kollaboration. Die Antwort nennt sich MINI Strip und zeigt, dass Reduktion nicht auf Kosten von Design und Funktionalität gehen muss. Mit dem Ziel, die nachhaltige Automobilproduktion zu fördern, verlagerte sich der Fokus auf das Wesentliche eines Fahrzeugs. So trennte man sich etwa von Innenraumverkleidungen und der farbigen Lackierung der Karosserie. Keine Sorge, eine dünne Schicht farbloser Lack schützt vor Korrosion. Sichtbare Schrauben, 3D-gedruckte Einsätze und ein Panoramadach aus recyceltem Plexiglas machen das Elektrofahrzeug nicht nur noch umweltfreundlicher, sondern auch in Herstellung und Optik im wahrsten Sinne transparenter.

Für Hund und Herrchen

Mit dem klammheimlichen Aufstieg des Spaziergangs zur Top-Freizeitaktivität schoss auch die Zahl der Hundebesitzer in den vergangenen Monaten in ungeahnte Höhen. Alt-Bekanntes wurde daher neu gedacht: Bei BMW bedeutete dies, das Auto Vierbeiner-freundlich umzurüsten. Ein Rundum-Konzept liefert nun BMW Italia in Zusammenarbeit mit Poldo Dog Couture. Den BMW X7 xDrive40d gibt es jetzt auch mit einem exklusiven Reiseset für Hunde. Ob Halsband, Leine, Napf oder Hunde-Sicherheitsgurt – das Set umfasst die komplette Erstausstattung für Hundebesitzer. In Erinnerungen an das Italien der 60er-Jahre schwelgend, ist das Design in braunem Leder mit Details aus Wiener Stroh gehalten. 

Back to the Roots

Ob so der Autohimmel aussieht? Egal, denn dieses Fahrzeug ist ganz real. Es ist das erste von drei Boat Tail Sondermodellen von Rolls-Royce. Das Besondere? Alle drei sind von A bis Z nach Kundenwunsch gestaltet. Wie der Name bereits verrät, diente eine Yacht als Inspirationsquelle. Mit dem Doppelkühlschrank im Kofferraum wird das Auto ebenso zum mobilen Picknickplatz. Damit definiert Rolls-Royce einerseits eine neue Stufe des fahrbaren Luxus. Gleichzeitig besinnt sich das Unternehmen auf seine Ursprünge, denn die Maßanfertigung der Karosserie war einst Standard, bis die Serienproduktion übernahm. Nun kehrt sie unter dem Titel Coachbuild als feste Größe zurück.

(K)ein Phantom 

Der Unternehmer Yusaku Maezawa reist hauptsächlich in seinem Privatjet. Etwas mehr Bodenhaftung erlebt er künftig in seinem neuen Auto – das wie alles, was der Visionär anpackt, vor allem einzigartig ist. Hand in Hand haben Rolls Royce und Hermès ein Sondermodell des Rolls Royce Phantoms kreiert. Traditionell japanische Oribe-Keramik inspirierte die Farb- und die Namensgebung in Grün- und Cremefarben. Hermès nahm sich der Gestaltung des Innenraums und Karosserie an. Damit alles wie aus einem Guss wirkt, bekam auch der Flieger des Japaners einen frischen Anstrich mit der von Rolls Royce entwickelten Farbe.

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Und das Schönste an Ihrem Job?

Béatrice Foucher: „Die Arbeit an den zukünftigen Autos mit den Design- und Produktplanern. Weil wir gemeinsam an der Zukunft arbeiten.“

 

Heute, 16:05 Uhr: Ein Projekt von Virgil Abloh und Gorden Wagener. Eine abgefahrene Mercedes G-Klasse als Kunstinstallation.

Fotos Verena Müller / Montage ICON