Thema Kosmetik

Gemeinsam stärker: In vielen Ländern ist der 8. März schon lange ein Feiertag. Und das im Wortsinn. In Polen etwa werden Frauen Nelken geschenkt. Um Frauen in Krisengebieten zu unterstützen, gibt es die 1993 gegründete „Women for Women International“ Charity Organisation. Und um die zu fördern hat das Münchner Modelabel Set mit dem Kosmetikhersteller Babor gemeinsame Sache gemacht. Ihr Motto? „Ask for more“. Frauen sollen „selbstbewusst und authentisch auftreten und ihr volles Potential entfalten“. Das können sie nun gleich doppelt zeigen – mit dem limitierten „Ask for more“ T-Shirt, das SET-Gründerin, Kreativdirektorin und vierfach Mutter, Maya Junger, entworfen hat. Die super Ausstrahlung liefert die Ampullenkur „Precious Collection“ von Babor quasi dazu. Vielleicht mal eine Idee, Mutter, beste Freundin, die Schwester oder Schwägerin zu überraschen? Statt Nelken. 

Rebellische Eleganz

… trifft bei Pradas Fall/Winter Kollektion auf jugendliche Lässigkeit, Mailänder Eklektizismus auf belgische Avantgarde. Und: Weiblichkeit auf Männlichkeit. Make-up Ikone Pat McGrath und Team spiegelte das in Styling- und Make-up wider: Power Looks aus glänzenden Augenpartien und kräftigen Lippen. Metallics verschmelzen mit Pastelltönen.

„Reisen ist von großer Bedeutung, die Schönheit eines Parfums hängt auch von der Qualität seiner Rohstoffe ab. Damit will ich nicht die Bedeutung der Inspiration schmälern, die tatsächlich von meinen Reisen genährt wird, aber die Rohstoffe sind von grundlegender Bedeutung.“

Dior-Hausparfümeur François Demachy wurde für den Dokumentarfilm „The Nose“ zwei Jahre lang von einem Kamerateam bei seiner Arbeit begleitet. Zu den Patschoulifeldern in Indonesien bis nach Grasse in sein Atelier. Als Video-on-Demand auf Apple TV und Amazon Prime Video zu sehen.

Den Männern, die sagen: „It’s only beauty“, denen entgegne ich: „Yes, but it’s worth billions and billons.“

Charlotte Tilbury

Schön kaputt

Makellosigkeit ist der intolerante Nachbar der Langeweile. Schönheit, die berührt, wirkt lebendig durch Brüche und Spannungen. Shiseido hebt dieses Credo, das in der Beauty-Branche derzeit für einen Paradigmenwechsel sorgt, auf die künstlerisch-philosophische Ebene. Anhand von „Kintsugi“, einer japanischen Technik, bei der zerbrochene Keramikobjekte repariert und dadurch ästhetisch aufgewertet werden, möchte die Marke darauf aufmerksam machen, dass die Betonung von Schwachstellen sie ins Gegenteil verkehrt. Bei Kintsugi werden die Bruchstellen einer Tasse oder einer Vase geklebt und mit goldener Farbe nachgezeichnet. Dieser Vorgang ist ein besonnener, ja fast schon nachdenklicher Prozess. Akzeptanz, Heilung und Transformation gehören zum philosophischen Überbau dieser Technik. Am Ende ist das einst kaputte Objekt schöner als es das heile, vermeintlich perfekte je war.

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Ja, es ist Kunst! Zum 10. Jubiläum gönnen sich die Isländer von Bioeffect eine Art Lava-Kunst. Gestaltet hat sie die isländische Künstlerin Shoplifter für das ganz und gar nicht künstliche Starprodukt, das EGF Serum.

Eigentlich bin ich eine Geschichtenerzählerin. Denn einen Duft zu verkaufen, bedeutet auch, die Geschichte dahinter zu kennen und sie weitergeben zu können.

Maria Nicolai, Parfümerie Pierre in Mayen

Augenöffner

Für alle, die im nächsten Telefonmeeting eine besonders gute Figur machen wollen, aber nicht stundenlang vor dem Schminkspiegel verbringen wollen, baten wir die Hamburger Visagistin Loni Baur um Schminktipps. Die Wahl fiel auf ihre liebsten acht Produkte von Chanel. Nachschminken unbedingt empfohlen – dann klappt’s auch mit dem Nachbarn.

Busy Bees

Haussymbol und Umweltwächter: „Der Weltbienentag ist den stillen Kriegern gewidmet. Den Wächtern unserer Umwelt. Mit ihrer Bestäubung sind sie für die Pflanzenvermehrung entscheidend“, schreibt das Kosmetikunternehmen Guerlain. Bereits seit 1853 ist die Biene in ihrem Wappen verewigt. Seither sind die Bienen untrennbar mit der Geschichte verbunden – als Symbol, Dekorationselement für Flakons und nicht zuletzt als Speerspitze des Nachhaltigkeitsengagement der Franzosen.

Finanzielle Unterstützung für Bienen-Initiativen, für das Observatorium für Bienenkunde und Imker-Ausbildungen gehören auch zu den Maßnahmen. Alle Angestellten machen mit. Mit der Gründung einer „Bee School“ und einer „Bee University“ schwärmen sie seit 2017 in Frankreichs Schulen aus, um Menschen die Bedeutung von Biodiversität und Bienenschutz nahe zu bringen. Bis 2024 will man in 44 Ländern 4400 Bienenstöcke umsetzen. Der Fleiß der Bienen, er wirkt scheinbar ansteckend.