Thema Mode

Weggefährten

Peter Lindbergh und Azzedine Alaïa, den Fotografen und den Couturier, verband eine enge Freundschaft – und ihre gemeinsame Liebe zur Farbe Schwarz. Und wer meint, dass Zeitreisen nicht möglich sind, kennt Peter Lindberghs Arbeiten nicht. Bilder in schwarz-weiß, die die Natürlichkeit und das Unperfekte des Moments einfangen. Ergänzt durch die imposante Couture von Azzedine Alaïa. Vergangenes, konserviert für die Ewigkeit zeigt der Bildband „Peter Lindbergh. Azzedine Alaïa“. Gibt’s ab 14. Mai auf taschen.com

„Schau niemals so aus, als hättest du dich herausgeputzt, sondern so, als hättest du deine Kleidung nur übergeworfen – selbst wenn das sehr viel Zeit und Mühe erfordert“

Journalist G. Bruce Boyer über die Zauberformel für unangestrengte Männlichkeit

Dior x Amoako Boafo

Alles oder nichts

Ein eleganter Nachtclub, eine fein gekleidete Gesellschaft, ein Abend, der den Alltag durchbricht: Partys im Hause Ralph Lauren sind immer etwas Besonderes – selbst, wenn sie virtuell stattfinden. Der „Old Hollywood“-Glamour, den Lauren mit seinem Film zu seiner neuen Frühlingskollektion heraufbeschwört, wird auch durch den Bilschirm spürbar. Er stimmt wehmütig aber auch hoffnungsvoll: Irgendwann, sicher bald, wird man wieder in Anzug und Abendkleid einem Live-Konzert lauschen dürfen. Im Film  „All or Nothing at All“ darf Lauren-Botschafterin Janelle Monáe den gleichnamigen Frank Sinatra-Klassiker zum Besten geben, ausgestattet in Tuxedo und einer Ausstrahlung, die sie direkt ins Hollywood der 20er-Jahre versetzt. Auch damals lebten die Menschen nach einer schwierigen Zeit wieder auf und tobten sich im Nachtleben aus. Wenn sie es bald wieder tun, sollten sie unbedingt Ralph Lauren tragen. Silvia Ihring

Der neue Stan

Kennen Sie Stan? Stan Smith? Seit knapp vier Jahrzehnten zählt der klassisch, weiße Sneaker zum Standardprogramm von Adidas. Namensgeber war kein Designer, sondern der gleichnamige US-Tennisspieler für den Adidas 1973 bereits das bis heute zeitlose Modell entwarf. Und nun macht ihn das Unternehmen aus Herzogenaurach für die nächsten Jahrzehnte startklar: Erstmals produziert Adidas den Sneaker aus einem nachhaltigen Hochleistungsmaterial namens Primegreen, das aus verschiedenen funktionalen Recyclingmaterialien zusammengesetzt wird. Das die Sohle des „Stan Smith Forever“ auch aus recyceltem Material besteht? Selbstredend. Damit kann man das gute, äh, grüne Gewissen nun auch am Fuß tragen. Gibt’s über Zalando.

Trenchcoat: Max Mara. Tasche: Tod’s. Snowboots: Bogner
Pulli mit langen Manschetten, asymmetrischer Wickelrock und Gürtel: Alles von Jil Sander. Brogues: Church’s
Nappaleder-Trenchcoat mit gerolltem Kragen: Hermès
Corsage, Volantrock, Bluse und Kopftuch: Alles von Christian Dior. Schuhe: Church’s. Socken: Falke
Blazer mit Metallringen, Nylon-Trackpants und Pullover: alles von Boss. Booties mit Cutouts: AGL
Oversized-Mantel mit partiell abknöpfbarem Unterteil, Bermuda und Long Shirt: Alles von Plan C. Schuhe: Church’s. Socken: Arket
Seidenbluse mit Patchwork-Passe, abnehmbarer Rückenkragen, High-Waist-Hose mit Stoffgürtel: Alles von Louis Vuitton
Nylon-Mantel mit Blütenprint über Shiftkleid: Prada. Schuhe: Moonboots
Nappaleder-Trenchcoat mit gerolltem Kragen: Hermès
Organza Trenchcoat, Shirt, Body darunter und weite Hose mit Schattenprint: Fendi
Langes Top mit Seidenblüte, Hose ud Schmuck: Chanel. Daunenmantel: Canadian Classics. Sonnenbrille: Mikita x Martin Margiela
Hemd mit angemaltem Vogel, Pullover: Odeeh. Hose: Emporio Armani. Sandalen: Christian Dior
Strickjacke (verkehrt herum) und Kaschmirhose: Iris von Arnim. Daunendecke von Ikea
Kaschmir-Cardigan: Stephen Boya. Seidenshirt und Hose: Katharina Hovman

Segen von oben

Dort, wo Natur und Kultur sich animieren, entsteht Spannung. So auch im Österreichischen Lech. Wo drinnen und draußen sich komplementieren, werden der neuen Kollektion viele Bühnen geboten, aber immer eine Stimmung: Gelassenheit.

FOTOGRAF: ANDREAS ORTNER C/O SCHIERKE ARTISTS
STYLING: BIRGIT SCHLOTTERBECK C/O LIGANORD AGENCY
MODEL: ADRIENNE JÜLIGER C/O AM MODEL MANAGEMENT
HAARE & MAKE-UP: GEORGIOS TSIOGKAS C/O BALLSAAL MIT PRODUKTEN VON SISLEY COSMETICS, ORIBE UND GHD
CASTING: MARTIN FREIMOSER
DIGITAL OPERATOR: FLORIAN HARRER
FOTO-ASSISTENZ + VIDEO: FELIX GUNDLACH
STYLING-ASSISTENZ: ANNESOPHIE KREMPEL
LOCATION: HOTEL ALMHOF SCHNEIDER, LECH

Dort,wo Natur und Kultur sich animieren, entsteht Spannung, so auch im österreichischen Lech. Wo drinnen und draußen sich komplementieren, werden den neuen Kollektionen viele Bühnen geboten, aber immer eine Stimmung: Gelassenheit.

Unser neues ICON° Magazin.

 

Videography @felixgundlch
Music @yannekmaunz + @seasoulmusic
Muse @jueligeradrienne

Photo @andreasortnerstudio
Styling @birgitschlotterbeck
Assistence @ansophiekrempel
Hair + Make up @georgiostsiogkas

Bestellen Sie das aktuelle ICON oder downloaden Sie unsere Magazine als E-Paper

Louis Vuitton

Zeitreisen unterliegen derzeit keinen Reise-Beschränkungen, und so versetzt die neue Louis Vuitton-Kollektion zurück in die griechische und römische Antike: Nicolas Ghesquière zeigte seine Schau in den Galerien des Louvre-Museums und kooperierte mit dem italienischen Design-Studio Fornasetti, dessen Warhol-haft multiplizierte bunte Prints von antiken Skulpturen, Reliefs und Münzen Kleidung und Taschen schmücken. Noch spannender ist jedoch, wie sich Ghesquières Auseinandersetzung mit jener Zeit in den Silhouetten widerspiegelt. Minikleider mit Fransen und kniehohe Römersandalen erinnern antike Soldaten-Uniformen, Oversize-Jacken und extraweite, bis zum Rücken reichende Krägen suggerieren Schutzpolster und Gladiatorenkreuze.

Hoch hinaus

Die Lust nach Frühling ist groß, und dennoch traf Miuccia Prada mit der winterlichen Location für ihre neue Miu Miu-Schau einen Nerv. Die verschneiten Berglandschaften der Dolomiten, die Weite der Aussicht und die Offenheit des Himmels, der leuchtende Schnee und der dichte Wald: All das ergab einen Film wie eine Traumreise für lockdownmüde Seelen, die sich nach Platz, Natur und ja, auch nach ein wenig Theatralik und Schönheit sehnen. Doch die Berge können auch ein Ort der Bedrohung und Ungewissheit sein, und so behandelte die neue Miu Miu-Kollektion nicht nur die Vorfreude auf den nächsten Wanderurlaub, sondern die Unischerheit im Hinblick auf die Zukunft.

Wie werden wir leben, welche Gewohnheiten und Rituale werden wir gewinnen oder verlieren, und vor allem : Wie werden wir uns anziehen? Laut Miuccia Prada in Kleidern, die unsere sesshaftes Leben ebenso widerspiegeln wie unser Fernweh. Konkret sieht das wie ein ungewohnter Mix aus Lingerie und Skiausrüstung aus. Schimmernde gesteppte Jacken und Hosen erinnern an pastellige Bettdecken, Négligé-artige Kleider werden zu Fellstefen getragen, Häkel trifft auf Daune und Zopfmuster auf Skioveralls. So bequem die Strickleggings und Stulpen auch aussehen mögen, Miuccia Prada will wie immer dazu aufraufen, seine Komfortzone zu verlassen.Nach der Pandemie beginnt schließlich das nächste Abenteuer. Silvia Ihring

Practical fantasies

 Miu Miu FW21

Photos by Johnny Dufort

Miu Miu FW21. Cortina d´Ampezzo.

Filmstill Adrien Dirand
Filmstill Adrien Dirand
Filmstill Adrien Dirand

Schön düster

Märchen und Fabeln, Tarotkarten und Glücksbringer, mythologische Figuren und mysteriöse Heldinnen: jede Saison erforscht Maria Grazia Chiuri die Welt der Magie, Aberglauben und mystischen Rätsel, die im Leben und in der Mode von Christian Dior eine so wichtige Rolle spielte. Auch Chiuri fühlt sich darin sichtlich wohl, und für den Herbst und Winter 2021 nähert sie sich dem Thema aus einer etwas düsteren Perspektive an. Im Film tanzen elfengleiche Frauen durch eine dunkle Villa, eine Frau mit verschmiertem Lippenstift windet sich auf dem Boden, eine andere mit Pagenkopf rennt im blutroten Kleid durch die nächtliche Finsternis.

Inspiriert ist die Kollektion von klassischen Märchen wie „Rotkäppchen“, die gerne als Kindergeschichten weiter erzählt werden, sich in ihren Originalversionen aber oft als erstaunlich grausam und gruselig entpuppen. Chiuri wendet sich nicht von der Dunkelheit ab, sondern behandelt sie mit ihrer Mode. Die Models tragen eng anliegende Kopftücher im Babushka-Stil zu gesteppten Tellerröcken und Jacken, Minikleider aus Spitze mit Puffärmeln, Bubikrägen und schulterfreie Cocktailkleider. 50er-Jahre-Ladies à la Beth Harman aus „The Queen´s Gambit“ treffen auf japanische Lolita-Looks, Rotkäppchen-Capes auf Lackleder-Overknees. Dior schreibt sein eigenes Märchen, und seine Charaktere wird man bald auch im echten Leben sehen.  Silvia Ihring

Maximal frei

Im Hause Jil Sander ist einiges los: Nur wenige Tage vor der Präsentation der neuen Kollektion verkündete der japanische Besitzer der Marke, dass man diese an den OTB-Konzern des Italienischen Geschäftsmanns und Diesel-Gründers Renzo Rosso verkauft habe. Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Gruppe ein verkopftes, Avantgarde-affines Label einverleibt und welche Auswirkungen die Partnerschaft auf das Haus haben wird, wird man sehen. Dass Chefdesigner Luke und Lucie Meier weiter dabei bleiben, ist in jedem Fall eine gute Nachricht, wie ihre neue Kollektion beweist.

Seit einigen Saisons beweist das Duo, wie gut eine verspieltere und eigensinnigere Interpretation von Minimalismus aussehen kann. Superstrikte Schnitte treffen auf Tops und Taschen aus verknüpften Perlen und Kugeln, lange Handschuhe und Stiefel sorgen für dramatische Effekte und geometrische Muster werden Schmetterlingsprints gemixt. Die Kollektion, so heißt in den Pressenotizen, stehe für “Freiheit, Individualität und Wandel”.  Eine Haltung, die Jil Sander schon immer ausgemacht hat – und die von den aktuellen Designern mit viel Talent am Leben erhalten wird.

LOEWE Fall Winter 21 – Women. A Collection walkthrough with Creative Director Jonathan Anderson.

VERSACE backstage FW21

Für Musterfrauen

Die Versace-Welt ist wie ein Labyrinth aufgebaut, aber eines mit einem klaren Ziel: Aus dem Familienunternehmen, das seit 2018 zur Capri Holding gehört, soll eine globale Megabrand werden, und was haben die globalen Megabrands dieser Welt alle? Ein eigenes Monogramm, das sich mit wenig Aufwand aber viel Wiedererkennungswert auf alle möglichen Produkte drucken lässt. Mit “La Greca” hat man nun sein eigenes Monogramm entwickelt.

Das Muster basiert auf Gianni Versaces berühmte griechische Labyrinth-Linien und die Outfits der neuen Herbst- und Winter-Kollektion 2021 sind voll davon. Im Film schreiten die Models durch eine riesige Konstruktion, deren Struktur ebenfalls von dem Muster inspiriert ist. Die Frauen tragen superschmale Anzüge, bauchfreie Tops und Mini-Mini-Kleider, die Männer Bermudas zu breitschultrigen Blazern, Kniestrümpfe und Sneakers. Die Zielgruppe ist klar definiert: junge, konsumfreudige Menschen, die sich gerne inszenieren aber Wert darauflegen, dass ihre Vielfalt und Offenheit von Marken anerkannt und zelebriert wird. Donatella Versace positioniert sich daher schon lange als Verfechterin von Toleranz und Akzeptanz, und dabei wirkt sie nicht kalkuliert, sondern authentisch. Und das ist am Ende vermutlich mehr wert als jedes Monogramm.

Mission Mode

Wer Gabriela Hearst kennt, ahnte bereits, dass ihre Berufung zur neuen Chefdesignerin von Chloé nicht nur stilistische Auswirkungen auf das Label haben würde. Hearst gilt als große Verfechterin nachhaltiger Mode und bemüht sich mit ihrer eigenen Marke schon seit Jahren darum, den ökologischen Fußabdruck möglichst klein zuhalten. Dieser Ansatz prägte auch ihre erste Kollektion für Chloé: Overstock-Materialien aus dem Markenarchiv wurden für Jacken eingesetzt, Öko-Leder und Nebenprodukt-Shearling wurden ohne Chemie-Einsatz gefärbt, und Macramé-Pullover bestehen aus recyceltem Kaschmir und Merinowolle.

Mit all dem würde Hearst nicht viel erreichen, wenn ihre Entwürfe nicht auch gut aussehen würden. Und das tun sie: Mädchenhaft aber erwachsen, mit einem Fokus auf Strickkleidern, dicken Jacken, Mänteln und Leder-Patchwork, die jetzt schon bestätigen, dass man sich bei Chloé die richtige ausgesucht hat.

Dries Van Noten Collection for Women: A/W2021-22. Photographed by Casper Sejersen in Antwerp on 8, 9 and 10 February 2021

Emotion In Motion

Couture Techniken werden auf simplen Sweatshirts angewandt, seriöse Schneiderei verbunden mit dem Glamour des Flauschigen, Skurrilen und Glänzenden. Dries van Noten kombiniert in der Fall Winter 21/22 Kollektion Kontraste. Zum Leben erweckt wurden die Looks von Casper Sejersen: Bilder, welche die ganze Bandbreite der Emotionen durch Tanz darstellen.

Wo liegt die Zukunft der Kreativität? Für Jonathan Anderson liegt die Antwort in der Zusammenarbeit mit Künstlern, die er bewundert und am meisten respektiert. Für die neue FW 2021 Kollektion von JW Anderson tauchte er in einen Ideenaustausch mit der Keramikerin Dame Magdalene Odundo und der Künstlerin Shawanda Corbett ein. Die Formen ihrer Stücke und ihr Fokus auf den Körper inspirierten zu einer Kollektion, die einen furchtlosen Umgang mit Volumen und Stoffen widerspiegelt. Sowohl die Kleider als auch die Künstler wurden von Juergen Teller fotografiert.

Wild und voluminös

Die Taschen größer, die Silhouetten komplexer, die Details auffälliger: Walter Chiapponi  traut sich viel in seiner neuen Kollektion für Tod’s und der Mut zahlt sich aus. Ein Trench, der in der Mitte zu einem Knoten gewickelt wird oder mit einem Volant-Kragen verziert ist, ein Lammfellblouson, der über einen Mantel getragen wird und lederne Daunenjacken wirken trendbewusst und unkonventionell. Die Tod’s-typische Liebe zum Material steht dennoch im Mittelpunkt.

Leises Theater

Im vergangenen Jahr verleitete die Pandemie Pierpaolo Piccioli dazu, seine Valentino-Schauen in Mailand zu veranstalten anstatt in Paris. Reisen gestaltet sich derzeit eben schwierig, doch von kreativem Stillstand kann im Hause Valentino keine Rede sein: Die virtuellen Schauen des Labels gehörten bisher stets zu den Highlights der Modewochen im Pandemie-Zeitalter.

Die neueste für die Herbst- und Winter-Saison 2021 ist da keine Ausnahme, auch wenn sie ihren Zauber auf subtilere Art entfaltete als ihre Vorgänger. Im Mailänder Piccolo Teatro trat die britische Sängerin Cosima vor leeren Sitzreihen auf, während Models um sie herum über die Bühne liefen. Die klare Stimme, untermalt von der Musik des Mailänder Symphonieorchesters Giuseppe Verdi, passte ebenso gut zur Kollektion wie der schlichte Theater-Saal: Der Fokus lag auf Einzelteilen in schwarz und weiß, das farbliche Einerlei aufgebrochen durch grafische Muster und Cut-Outs, die Silhouetten definiert durch den Kontrast zwischen strukturierten Capes und fließenden transparenten Kleidern. Eine Kollektion, die völlig ohne laute Töne auskommt und deren Kraft dafür umso länger nachhallt. Silvia Ihring

Mode und Maschine 

Die Roboter sind unter uns – und sie tragen Dolce & Gabbana. Anlässlich der neuen Damenkollektion für Fall Winter 2021 hat das Label mit dem Istituto Italiano di Tecnologia (IIT) kooperiert und eines seiner außergewöhnlichsten Projekte auf den Laufsteg geholt: iCub und R1, zwei multifunktionelle humanoide Roboter, die im Rahmen der Forschung des IIT zu Künstlicher Intelligenz und Roboterassistenz entwickelt wurden.

Ebenso viel Neugierde für die Zukunft beweist die Kollektion selbst, mit einem Fokus auf metallische Materialien, extreme Volumen und aufwendige Applikationen. In die Vergangenheit blickt sie aber auch: Die Supermodels der 90er-Jahre dienten ebenfalls als Inspiration.

„It is incredible to think how man’s cleverness and determination can give life to new forms of intelligence, which can learn from their own experience and be deployed in the medical, environmental and social fields. Fashion has always been the result of the confluence of worlds that can be very far from each other: if technology is truly serving the man, his needs and his passions, then a craftsman and a robot will be able to coexist.“ 

 Domenico Dolce and Stefano Gabbana

Die Zukunft beginnt jetzt

Eine Skyline wie aus einem Science-Fiction-Film. Ein Interieur wie eine elegant eingerichtete Raumstation. Models, wie Jetsetter auf Dauerreise zwischen Gegenwart und Zukunft. Die neue Kollektion von Salvatore Ferragamo ist inspiriert von einer Welt, die noch kommen wird. Er wolle “die Gegenwart durch das Prisma der Zukunft betrachten”, sagt Chefdesigner Paul Andrew, der als visuelle Referenzen Filme wie “Matrix” und “Gattaca” nennt. Was seine eigenen Filmhelden tragen: strenge, militärisch anmutende Hosenanzüge, superenge Rollkragentops, lange Mohairpullover, Lederteile, die an Taucherausstattungen erinnern, Kleider aus Polyester, das komplett aus recyceltem Material besteht. In Andrews Vision treffen “Diversität und Optimismus aufeinander, um die Welt zum Besseren zu verändern.”